Auf einen Blick
- RegionCôte d'Azur (Alpes-Maritimes)
- UNESCO-Welterbeseit 2021, als Winterkurstadt der Riviera
- Beste ReisezeitApril bis Juni, September und Oktober
- Dauer2 bis 3 volle Tage für die Highlights
- StrandKiesel, kein Sand im Stadtzentrum
Die Top 14 Sehenswürdigkeiten in Nizza
1 Promenade des Anglais
Die berühmteste Uferpromenade Frankreichs zieht sich rund sieben Kilometer an der Baie des Anges entlang. Benannt ist sie nach den englischen Wintergästen, die den ersten Weg im 19. Jahrhundert finanzierten. Setz dich auf einen der blauen Stühle, schau aufs Meer, und du verstehst, warum Nizza Welterbe wurde.
Am schönsten ist sie früh am Morgen und zum Sonnenuntergang. Alle Details, auch zum Radfahren, findest du im Guide zur Promenade des Anglais.
2 Vieux Nice: die Altstadt
Enge Gassen, ockerfarbene Fassaden, Wäscheleinen über den Köpfen: Die Altstadt fühlt sich eher nach Italien an als nach Frankreich. Kein Wunder, Nizza kam erst 1860 endgültig zu Frankreich. Zwischen Barockkirchen und Boulangerien probierst du Socca, den Kichererbsenfladen, der hier das Straßenessen Nummer eins ist.
Die besten Ecken, Plätze und Adressen: Vieux Nice im Detail.
3 Colline du Château
Der Schlossberg über der Altstadt ist der beste Aussichtspunkt der Stadt: auf der einen Seite die Baie des Anges, auf der anderen der Hafen. Ein Schloss steht hier seit 1706 nicht mehr, dafür warten ein schattiger Park und ein künstlicher Wasserfall.
Ob Treppen oder Aufzug besser sind, liest du im Guide zur Colline du Château.
4 Cours Saleya
Der Markt am Südrand der Altstadt ist das Herz des Alltagslebens: vormittags Blumen, Obst und Gemüse, montags Antiquitäten, abends Restaurantterrassen. Zwischen den Ständen bekommst du heiße Socca direkt vom Blech.
Welche Tage sich lohnen und was du probieren solltest: Cours Saleya.
5 Place Masséna & Promenade du Paillon
Der zentrale Platz mit roten Fassaden und Schachbrettboden ist das Scharnier zwischen Neustadt und Altstadt, abends leuchten die Figuren auf den hohen Masten. Direkt daneben zieht sich die Promenade du Paillon durch die Stadt: ein Grünband mit Wasserspiegel und Fontänen, in denen Kinder im Sommer herumspringen. Perfekt für eine Pause zwischen zwei Programmpunkten.
Vom Platz aus startet auch die Einkaufsachse Avenue Jean Médecin mit den großen Ketten. Sehenswerter ist aber die andere Richtung: durch das Stadttor-Gefühl der Arkaden direkt hinein in die Gassen der Altstadt.
6 Marc-Chagall-Museum
Das Nationalmuseum in Cimiez zeigt die 17 großformatigen Gemälde der Biblischen Botschaft, dazu einen Konzertsaal mit tiefblauen Fenstern. Kein anderes Museum der Stadt trifft so direkt ins Herz, auch wenn du sonst wenig mit Kunst anfangen kannst. In gut einer Stunde bist du durch, ohne Gedränge und ohne Museumsmüdigkeit.
Warum sich der Weg lohnt: Marc-Chagall-Museum.
7 Matisse-Museum & Cimiez
Eine dunkelrote Villa im Olivenhain, gefüllt mit Werken aus allen Schaffensphasen von Henri Matisse, der 37 Jahre in Nizza lebte. Drumherum: römische Ruinen, ein Franziskanerkloster mit Aussichtsgarten und Matisse‘ Grab.
Der ganze Hügel als Halbtagesprogramm: Matisse-Museum & Cimiez.
8 Hafen Lympia
Bunte Fassaden, traditionelle Fischerboote neben Jachten und rund um die Place du Pin ein Viertel voller Weinbars und Antiquitätenhändler. Der Hafen ist das entspannteste Stück Nizza und von der Altstadt nur einen Hügel entfernt.
Mehr dazu im Guide Hafen Lympia & Mont Boron.
9 Mont Boron
Der bewaldete Hügel hinter dem Hafen ist das Wanderrevier der Stadt: Pinienwege, ein altes Fort und der Blick über die Bucht von Villefranche-sur-Mer bis zum Cap Ferrat. Wer nach Museen und Gassen Luft braucht, steigt hier eine gute Stunde bergauf und wird belohnt. Start und Wege stehen im Hafen-Guide.
10 Russische Kathedrale
Fünf Zwiebeltürme mitten in Nizza: Die Kathedrale Saint-Nicolas erinnert daran, dass der russische Adel hier einst überwinterte. Sie gilt als eine der größten orthodoxen Kirchen außerhalb Russlands und ist innen prachtvoll ausgemalt.
Geschichte und Besuchsregeln: Russische Kathedrale.
11 MAMAC: moderne Kunst
Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst am Rand der Altstadt zeigt unter anderem Yves Klein, der in Nizza geboren wurde, und Niki de Saint Phalle. Das Haus wird umgebaut, prüfe deshalb vor dem Besuch auf der offiziellen Website, welche Bereiche geöffnet sind. Schon von außen lohnt der kurze Abstecher: Das Gebäude mit seinen Marmortürmen ist selbst ein Stück moderne Kunst, und die Umgebung an der Promenade du Paillon liegt ohnehin am Weg.
12 Musée Masséna & Hotel Negresco
Die Belle-Époque-Villa direkt an der Promenade erzählt die Geschichte Nizzas als Winterkurort, der Garten davor ist frei zugänglich. Gleich nebenan steht das Negresco mit seiner rosa Kuppel, das berühmteste Hotel der Stadt und ein Wahrzeichen, das du zumindest von außen gesehen haben solltest. Beide zusammen sind der beste Grund, den Spaziergang auf der Promenade bis hierher auszudehnen.
13 Ausflug nach Èze
Das Bergdorf Èze klebt auf einem Felskegel hoch über dem Meer, mit einem exotischen Garten auf der Spitze und Gassen, die komplett autofrei sind. Ein halber Tag reicht, die Anfahrt ist kurz, und die Aussicht gehört zu den besten der ganzen Küste. Sportliche steigen vom Bahnhalt Èze-sur-Mer über den Nietzsche-Pfad hinauf, alle anderen nehmen den Bus über die Moyenne Corniche.
14 Ausflug nach Monaco
Rund 20 Zugminuten trennen Nizza vom Fürstentum: Wachablösung am Palast, Ozeanographisches Museum, Casino von Monte-Carlo. Vieles davon kostet nichts, wenn du es richtig angehst: Altstadt, Hafen und die Wachablösung um 11:55 Uhr sind gratis. Die komplette Planung mit Zug, Kosten und Dresscode steht im Guide Monaco: Ausflug ab Nizza.
Tipp: Die Küstenbahn ist deine Geheimwaffe gegen Stau und Parkplatznot: Sie hält in fast jedem Ort zwischen Cannes und der italienischen Grenze. Wie du sie nutzt, steht im Guide Verkehr in Nizza.
Tickets: Anders als in Paris brauchst du in Nizza kaum Zeitfenster. Museumstickets bekommst du in der Regel problemlos vor Ort, nur bei Sonderausstellungen und Führungen lohnt die Buchung vorab auf der jeweiligen offiziellen Website.
Nizza mit der Küste kombinieren
Nizza ist die beste Basis der Côte d’Azur, weil die Bahnlinie direkt am Wasser entlangführt. Nach Osten erreichst du Villefranche-sur-Mer, Èze-sur-Mer, Monaco und Menton, nach Westen Antibes und Cannes. Jeder dieser Orte ist ein eigener Halbtages- oder Tagesausflug, ganz ohne Auto. Wenn du zwei Wochen Zeit hast, schaffst du die komplette Küste von einem festen Quartier aus. Einen Überblick über die Region mit allen Orten gibt dir die Seite Côte d’Azur.
Der schönste kleine Abstecher ist Villefranche-sur-Mer, nur eine Zugstation entfernt: eine tiefe Bucht, bunte Hafenhäuser und deutlich weniger Besucher als in Nizza selbst. Wer zwischen den größeren Orten schwankt, findet in unserem Vergleich Nizza oder Cannes eine ehrliche Entscheidungshilfe.
Wie viele Tage brauchst du?
Zwei volle Tage reichen für die Stadt: Am ersten Tag läufst du Promenade, Altstadt, Cours Saleya und Schlossberg ab, am zweiten fährst du morgens nach Cimiez zu Chagall und Matisse und verbringst den Nachmittag am Hafen oder auf dem Mont Boron. Ab dem dritten Tag beginnen die Ausflüge: erst Èze und Monaco, dann Antibes oder Cannes. Wo du dafür am besten wohnst, steht im Guide Hotels in Nizza, praktische Abkürzungen findest du unter Nizza: 12 Insider-Tipps.
Noch ein Wort zur Jahreszeit: Nizza funktioniert das ganze Jahr. Im Frühjahr und Herbst hast du mildes Wetter und freie Wege, im Sommer volle Strände und lange Abende, im Winter leere Museen und oft erstaunlich viel Sonne. Nur im August solltest du Unterkünfte und beliebte Restaurants früher reservieren als sonst.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Nizza?
Für die Stadt selbst reichen zwei volle Tage: einer für Promenade, Altstadt und Schlossberg, einer für die Museen in Cimiez und den Hafen. Plane aber mindestens einen dritten Tag für Ausflüge ein, denn Èze, Monaco, Antibes und Cannes sind mit der Küstenbahn schnell erreicht. Ideal sind vier bis fünf Nächte mit Nizza als festem Standort.
Was ist die schönste Sehenswürdigkeit in Nizza?
Wenn du nur Zeit für eines hast: der Blick von der Colline du Château über die Baie des Anges, am besten am späten Nachmittag. Danach kommen die Promenade des Anglais und die Altstadt. Unter den Museen ist das Chagall-Museum der emotionale Höhepunkt, es funktioniert auch für Leute, die sonst keine Museen mögen.
Kann man in Nizza baden?
Ja, aber der Strand im Zentrum besteht aus Kieseln, nicht aus Sand. Badeschuhe machen den Einstieg deutlich angenehmer. Es gibt frei zugängliche öffentliche Abschnitte und private Strandclubs mit Liegen. Das Wasser ist von Juni bis Oktober angenehm warm, im Frühjahr noch frisch. Sandstrände findest du weiter westlich, etwa in Cannes.
Ist Nizza teuer?
Nizza ist günstiger als Paris und deutlich günstiger als Monaco oder Saint-Tropez, aber kein Schnäppchenziel. Wer Socca am Markt isst, Mittagsmenüs nutzt und mit der Bahn statt mit Ausflugsbussen fährt, kommt gut zurecht. Viele der besten Erlebnisse kosten ohnehin nichts: Promenade, Altstadt, Schlossberg und Mont Boron sind frei zugänglich.
Welche Museen lohnen sich in Nizza am meisten?
Ganz vorn liegt das Chagall-Museum mit dem Zyklus der Biblischen Botschaft, kompakt und intensiv. Das Matisse-Museum lohnt sich vor allem in Kombination mit dem Hügel von Cimiez, auf dem es steht: römische Ruinen, Olivenhain und Kloster gibt es gratis dazu. Beide Museen lassen sich gut an einem Vormittag verbinden.