Côte d'Azur · Nizza

Colline du Château

Die Colline du Château ist der Hügel zwischen Altstadt und Hafen, und von hier oben siehst du Nizza so, wie es auf allen Postkarten aussieht: die Baie des Anges in einem großen Bogen, die Ziegeldächer von Vieux Nice und auf der anderen Seite den bunten Hafen. Es ist der beste Aussichtspunkt der Stadt, und er kostet keinen Cent.

Ein Schloss suchst du oben übrigens vergeblich: Die Festung wurde 1706 unter Ludwig XIV. geschleift. Geblieben sind Mauerreste, ein schattiger Park und ein Wasserfall, der an heißen Tagen die beste Klimaanlage der Stadt ist.

Colline du Château
Foto: kajikawa, CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Auf einen Blick

  • Höherund 90 Meter über dem Meer
  • GeschichteFestung 1706 geschleift, seit dem 19. Jahrhundert Park
  • HighlightDoppelblick auf Baie des Anges und Hafen, künstlicher Wasserfall
  • ZugangTreppen aus der Altstadt oder Aufzug am Ostende der Promenade
  • Dauer1 bis 2 Stunden

Treppen oder Aufzug: der Weg nach oben

Der klassische Aufstieg beginnt in der Altstadt: Mehrere Treppenwege führen aus den Gassen von Vieux Nice in Serpentinen nach oben, mit immer neuen Ausblicken als Belohnung. Rechne 15 bis 20 Minuten in gemütlichem Tempo. Bequemer ist der Aufzug am Ostende des Quai des États-Unis, nahe dem Denkmal am Felsen; prüfe vor Ort, ob er in Betrieb ist, er wird immer wieder gewartet. Ein dritter Weg führt vom Hafen hinauf, weniger begangen und schön schattig.

Tipp: Mach eine Runde daraus: über die Treppen der Altstadt hinauf, oben den Hügel überqueren und auf der Hafenseite wieder hinunter. So siehst du beide Ausblicke und stehst am Ende direkt am Hafen Lympia für den Aperitif.

Oben: Aussicht, Wasserfall, Ruinen

Der Park verteilt sich über mehrere Terrassen, und genau das macht ihn so gut: Es gibt nicht den einen Aussichtspunkt, sondern ein Dutzend. Die Plattform über der Baie des Anges ist die berühmteste, der Blick über den Hafen auf der Ostseite steht ihr kaum nach. Dazwischen liegen die Reste der alten Festungsmauern, ein Spielplatz und der künstliche Wasserfall aus dem 19. Jahrhundert, der bei Sonne einen kleinen Regenbogen wirft. Auf der Nordseite liegt der alte Friedhof mit kunstvollen Grabmälern und Meerblick, einen kurzen Umweg wert.

Gut zu wissen: Der Park hat Öffnungszeiten und wird abends geschlossen, im Sommer später als im Winter. Plane den Sonnenuntergang also nicht zu knapp und merke dir, über welchen Eingang du gekommen bist.

Sonnenuntergang und die beste Zeit

Am Nachmittag steht die Sonne über der Bucht, dann leuchtet das Wasser am stärksten, und zum Sonnenuntergang bekommt die Stadt ein warmes Orange. Wer Fotos ohne Menschen will, kommt gleich morgens zur Öffnung: Dann gehört der Hügel den Joggern. Die Mittagshitze im Hochsommer ist oben trotz der Bäume spürbar, nimm Wasser mit.

Tickets: Der Park ist kostenlos, auch Aufzug, Wasserfall und Aussichtsplattformen. Du brauchst keinerlei Reservierung.

Danach: Altstadt oder Hafen

Die Colline du Château liegt perfekt zwischen zwei Programmpunkten: vorher der Markt Cours Saleya, danach der Hafen oder umgekehrt. Alle Stationen im Überblick findest du unter Nizza Sehenswürdigkeiten.

Wenn es nicht klappt

  • Wenn es voll istWirklich voll wird nur die Hauptplattform zum Sonnenuntergang. Weiche auf die Hafenseite oder die unteren Terrassen aus, dort ist der Blick fast identisch und der Platz größer.
  • Wenn es regnetBei Regen werden die Treppen rutschig und der Blick verliert seinen Reiz. Verschieb den Aufstieg auf den nächsten Morgen und geh stattdessen ins Chagall- oder Matisse-Museum.
  • Mit KindernEin Volltreffer: Spielplatz, Wasserfall und Ruinen zum Erkunden. Mit Kinderwagen nimm den Aufzug oder den flacheren Weg von der Hafenseite, die Treppen aus der Altstadt sind mühsam.
  • Mit eingeschränkter MobilitätDie Treppen sind steil und zahlreich. Wenn der Aufzug läuft, ist der Großteil des Parks gut erreichbar, die Wege oben sind breit, aber teils geschottert und leicht ansteigend.

Häufige Fragen

Steht auf der Colline du Château noch ein Schloss?

Nein. Die mittelalterliche Festung, die dem Hügel den Namen gab, wurde 1706 auf Befehl Ludwigs XIV. zerstört und nie wieder aufgebaut. Zu sehen sind heute Mauerreste und Fundamente, dazwischen Park, Aussichtsterrassen und der Wasserfall. Der Name hat sich trotzdem gehalten, und der Besuch lohnt sich wegen des Ausblicks, nicht wegen der Ruinen.

Kostet die Colline du Château Eintritt?

Nein, der gesamte Park ist frei zugänglich, ebenso die Aussichtsplattformen, der Wasserfall und der Aufzug. Es gibt keine Tickets und keine Reservierung. Nur für Essen und Trinken oben zahlst du die üblichen Kioskpreise, günstiger ist ein mitgebrachtes Picknick auf einer der schattigen Bänke.

Wie kommt man am leichtesten nach oben?

Am bequemsten mit dem Aufzug am Ostende des Quai des États-Unis, direkt hinter der Altstadt; er ist kostenlos, aber gelegentlich wegen Wartung außer Betrieb. Zu Fuß führen mehrere Treppenwege aus Vieux Nice in 15 bis 20 Minuten hinauf. Der Weg von der Hafenseite ist flacher und ruhiger, dafür etwas länger.

Wann ist die beste Zeit für den Ausblick?

Der späte Nachmittag bis zum Sonnenuntergang, wenn das Licht warm wird und die Bucht am stärksten leuchtet. Beachte, dass der Park abends schließt, im Sommer später als im Winter. Für leere Plattformen und klare Luft ist der frühe Morgen die beste Wahl, dann hast du den Hügel fast für dich.

Ist der Aufstieg mit Kindern machbar?

Ja, gut sogar. Kinder lieben den Wasserfall, den Spielplatz und die Mauern zum Klettern. Für Kinderwagen eignet sich der Aufzug oder der Weg von der Hafenseite besser als die Treppen. Nimm Wasser mit und plane im Sommer den Vormittag ein, mittags wird es trotz der Bäume heiß.