Auf einen Blick
- Angelegtab 1748 unter sardischer Herrschaft
- SzeneWeinbars und Antiquitäten rund um die Place du Pin
- FährenVerbindungen nach Korsika ab dem Hafen
- Mont BoronWaldpark mit Wanderwegen und Fort oberhalb des Hafens
- Dauerhalber Tag für Hafen und Hügel
Rund um das Hafenbecken
Der Hafen wurde ab 1748 angelegt, als Nizza noch zu Sardinien-Piemont gehörte, und die Fassaden ringsum sehen entsprechend italienisch aus. Zwischen den Superjachten liegen noch die spitzen, bunten Holzboote der Fischer, die Pointus, das Fotomotiv schlechthin. An der Stirnseite steht die Kirche Notre-Dame du Port, und ab und zu schiebt sich eine Korsika-Fähre erstaunlich nah an den Häusern vorbei aus dem Becken, ein Schauspiel für sich.
Das eigentliche Leben spielt hinter dem Kai: Rund um die Place du Pin und die Rue Bonaparte hat sich ein kleines Ausgehviertel entwickelt, mit Weinbars, Cafés und Läden, in denen noch echte Nachbarschaft herrscht. Abends ist hier mehr los als tagsüber, entspannter als in Vieux Nice ist es allemal.
Tipp: Komm über den Schlossberg hierher: Von der Colline du Château führt ein Weg auf der Hafenseite hinunter, mit dem Hafenbecken ständig im Blick. Unten wartet der Aperitif an der Place du Pin.
Mont Boron: Wald, Fort und der Blick auf Villefranche
Hinter dem Hafen steigt der Mont Boron an, ein bewaldeter Hügel mit markierten Wegen durch Pinien und Macchia. Der Aufstieg vom Hafen dauert eine knappe Stunde, oben stehen ein altes Fort und mehrere Aussichtspunkte. Der beste Moment kommt auf der Ostseite: Der Blick fällt plötzlich auf die tiefblaue Bucht von Villefranche-sur-Mer und die Halbinsel Cap Ferrat, einer der schönsten Ausblicke der ganzen Küste. Wer nicht laufen will, kommt mit dem Bus ein gutes Stück hinauf.
Gut zu wissen: Auf dem Mont Boron gibt es keine Kioske und wenig Schatten auf den Aussichtspunkten. Nimm Wasser mit und plane im Sommer den Vormittag oder späten Nachmittag ein.
Tickets: Hafen, Viertel und Mont Boron sind komplett kostenlos und jederzeit zugänglich. Nur für Fähren und Bootstouren brauchst du Tickets, Details zu Touren findest du unter Aktivitäten in Nizza.
Einordnung für deine Route
Hafen und Mont Boron passen am besten an den Nachmittag deines zweiten Tages, nach den Museen in Cimiez oder als ruhiger Ausklang. Von hier startet außerdem die Küstenstraße Richtung Villefranche und Èze. Alle Stationen im Überblick: Nizza Sehenswürdigkeiten.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istDer Hafen ist selten überlaufen, selbst im August. Wenn die Terrassen an der Place du Pin voll sind, findest du zwei Straßen weiter Platz, das Viertel ist größer als es wirkt.
- Wenn es regnetBei Regen fällt der Mont Boron aus, die Wege werden rutschig. Der Hafen selbst funktioniert auch bei grauem Himmel, mit Bar-Stopps als Programm. Alternative: Museen in Cimiez.
- Mit KindernAm Hafen gibt es Boote zu gucken und Eis, das trägt eine Stunde. Die Mont-Boron-Runde ist für Kinder ab dem Schulalter machbar, mit Kinderwagen nur auf den asphaltierten Abschnitten.
- Mit eingeschränkter MobilitätDer Kai ist eben und gut zugänglich, das Viertel dahinter auch. Der Mont Boron ist mit Rollstuhl nur eingeschränkt erlebbar, einzelne Aussichtspunkte liegen aber nah an der Straße und sind per Bus oder Taxi erreichbar.
Häufige Fragen
Lohnt sich der Hafen Lympia?
Ja, gerade als Kontrast zum touristischen Zentrum. Bunte Fassaden, Fischerboote und die Weinbars an der Place du Pin zeigen ein alltäglicheres Nizza, nur zehn Gehminuten von der Altstadt entfernt. Am stärksten ist der Hafen am späten Nachmittag und abends, wenn das Licht auf die Fassaden fällt und die Terrassen sich füllen.
Wie kommt man auf den Mont Boron?
Zu Fuß vom Hafen über markierte Wege in einer knappen Stunde, stetig bergauf durch Pinienwald. Bequemer: mit dem Stadtbus bis in die Nähe des Gipfelbereichs fahren und oben nur noch die Aussichtspunkte ablaufen. Feste Schuhe sind sinnvoll, die Wege sind teils geschottert. Wasser mitnehmen, oben gibt es keine Verkaufsstände.
Was sieht man vom Mont Boron?
Nach Westen die komplette Baie des Anges mit Nizza, nach Osten die Bucht von Villefranche-sur-Mer mit dem Cap Ferrat, einer der besten Ausblicke der Riviera. Dazwischen stehen ein altes Fort und Villen im Grünen. Der Perspektivwechsel lohnt sich besonders am späten Nachmittag, wenn die Ostseite im weichen Licht liegt.
Fahren vom Hafen Lympia Fähren nach Korsika?
Ja, Nizza ist einer der französischen Fährhäfen für Korsika, die Schiffe legen direkt im Hafen Lympia ab. Die Überfahrten dauern je nach Ziel und Schiff mehrere Stunden, in der Saison fahren deutlich mehr Verbindungen. Selbst ohne Ticket ist das Ein- und Auslaufen der großen Fähren im engen Becken ein Spektakel.




