Auf einen Blick
- RegionOkzitanien
- MarkthalleHalles Castellane im Écusson
- SpezialitätenAustern vom Étang de Thau, Tielle sétoise
- WeinPicpoul de Pinet, Pic Saint-Loup, Grés de Montpellier
- BudgetStudentenstadt, faire Mittagsmenüs
Halles Castellane: der Bauch der Altstadt
Mitten im Écusson steht die Markthalle Halles Castellane: Fischstände mit Austern und Muscheln aus dem Étang de Thau, Metzger, Käse-Affineure, Gemüse aus dem Umland. Das Beste: An mehreren Ständen kannst du direkt essen. Ein Dutzend Austern mit einem Glas Picpoul am Stehtisch ist das klassische Montpellier-Mittagessen, günstiger als jedes Restaurant und frischer sowieso. Komm vormittags, ab dem frühen Nachmittag schließen viele Stände.
Tipp: Die Austern aus dem Étang de Thau (oft als „huîtres de Bouzigues“ ausgeschildert) wachsen an Seilen in der Lagune und schmecken milder und fleischiger als Atlantik-Austern. Ideal für den ersten Austernversuch, wenn du bisher skeptisch warst.
Diese Spezialitäten musst du probieren
Tielle sétoise: eine gedeckte Teigpastete mit Tintenfisch in pikanter Tomatensauce, das Kultgericht aus dem Nachbarhafen Sète. Gibt es in Bäckereien und auf Märkten als Snack auf die Hand.
Moules et frites, Brasucade: Muscheln in allen Varianten, im Sommer oft als Brasucade über offenem Feuer am Strand.
Pélardon: kleiner Ziegenkäse aus den Cevennen, perfekt zum Pic Saint-Loup-Rotwein.
Grisettes de Montpellier: kleine Honig-Lakritz-Bonbons, die historische Süßigkeit der Stadt und ein leichtes Mitbringsel.
Wein: Picpoul und die Berge dahinter
Das Languedoc um Montpellier ist eines der größten Weinbaugebiete der Welt, und die Qualität ist längst besser als der alte Ruf. Zum Meeresfrühstück gehört Picpoul de Pinet, frisch und salzig von den Lagunen. Bei Rot greifst du zu Pic Saint-Loup oder Terrasses du Larzac, den Bergen im Rücken der Stadt. Viele Bars schenken offene Weine aus der Region glasweise aus; wie du die Weingüter selbst besuchst, steht unter Aktivitäten in Montpellier.
Wo du gut isst: die Ecken im Écusson
Rund um den Place de la Comédie zahlst du für die Lage, nicht fürs Essen. Besser läufst du fünf Minuten hinein ins Gassennetz: Rund um die Plätze Saint-Roch, Sainte-Anne und Saint-Ravy sowie in den Straßen Richtung Rue Foch sitzen die Restaurants, in denen auch die Einheimischen essen. Die Bistronomie-Szene der Stadt wächst mit ihrer jungen Bevölkerung; mittags gibt es fast überall faire Menüs, abends solltest du am Wochenende reservieren.
Gut zu wissen: Trinkgeld ist in Frankreich im Preis enthalten (service compris), Aufrunden genügt. Und das günstige Mittagsmenü (formule) ist der beste Freund des Reisebudgets: gleiche Küche wie abends, deutlich kleinerer Preis.
Studentenbudget: satt für wenig
Montpellier ist voller Studenten, und die Stadt isst entsprechend: Kebab- und Banh-Mi-Läden, Crêperien und Tagesgerichte um die Universitätsviertel, dazu Supermarkt-Picknick auf der Promenade du Peyrou mit Sonnenuntergang gratis. Die Halles Castellane liefern die Zutaten, die Esplanade und die Ufer des Lez die Bänke. Teuer essen kann man hier auch, aber niemand zwingt dich.
Achtung: Im August haben etliche inhabergeführte Restaurants Betriebsferien, und an heißen Tagen bleibt manche Küche mittags kalt. Prüfe die Öffnungstage aktuell und reserviere abends, statt um 21 Uhr vor verschlossenen Türen zu stehen. Mehr zur Stadt findest du im großen Montpellier-Guide.
Häufige Fragen
Was muss man in Montpellier unbedingt essen?
Austern aus dem Étang de Thau, am besten direkt an einem Stand der Halles Castellane, dazu eine Tielle sétoise als Snack und Pélardon-Ziegenkäse zum Abschluss. Als Getränk gehört ein Glas Picpoul de Pinet dazu. Süßes Mitbringsel: die Grisettes de Montpellier.
Wo isst man in Montpellier günstig?
Mittags mit der Formule, dem festen Mittagsmenü, das fast jedes Restaurant anbietet. Dazu kommen die Stände der Halles Castellane, Crêperien und die Studentenecken abseits der Place de la Comédie. Ein Markt-Picknick auf der Promenade du Peyrou ist die günstigste Variante mit der besten Aussicht.
Lohnt sich die Markthalle Halles Castellane?
Ja, sie ist die beste kulinarische Adresse der Altstadt: regionale Produkte, Austernstände mit Ausschank und ehrliche Preise. Geh vormittags hin, wenn alles frisch bestückt ist, und iss direkt am Stand. Für Selbstversorger ist sie außerdem die perfekte Einkaufsquelle fürs Picknick.
Welcher Wein passt zu Montpellier?
Zu Austern und Fisch der salzig-frische Picpoul de Pinet von den Lagunen, zu Fleisch und Käse die Rotweine vom Pic Saint-Loup oder von den Terrasses du Larzac. Das Languedoc bietet dabei ein hervorragendes Preis-Qualitäts-Verhältnis, auch glasweise in den Weinbars der Altstadt.
Muss man in Montpellier reservieren?
Unter der Woche meist nicht, am Wochenende und in den kleinen Adressen des Écusson schon. Viele gute Restaurants haben nur wenige Tische. Reserviere spätestens am Nachmittag für den Abend, und beachte, dass etliche Küchen im August Betriebsferien machen.




