Auf einen Blick
- RegionÎle-de-France
- Angelegt1564, ab 1664 von Le Nôtre neu gestaltet
- Lagezwischen Louvre und Place de la Concorde
- Eintrittfrei
- Besuchsdauer30 Minuten bis 2 Stunden
- AnreiseMetro Tuileries oder Concorde
Der Garten auf der großen Achse
Die Tuilerien liegen auf der berühmten Sichtachse von Paris: Vom Louvre schaust du durch den Garten über die Concorde und die Champs-Élysées bis zum Arc de Triomphe. Ihren Namen haben sie von den Ziegeleien, den tuileries, die hier standen, bevor Katharina von Medici 1564 ihren Schlossgarten anlegen ließ. Das dazugehörige Schloss brannte 1871 ab, der Garten blieb.
Wie im Jardin du Luxembourg stehen an den runden Wasserbecken frei bewegliche Stühle, inklusive der begehrten Liegestuhl-Variante. Dazu Statuen von Rodin bis Giacometti entlang der Wege und Cafés unter den Bäumen.
Gut zu wissen: Im Hochsommer steht am Rand des Gartens oft ein Jahrmarkt mit Riesenrad, rund um Weihnachten häufig ein Markt. Dann ist es voller und lauter als sonst, dafür hast du vom Riesenrad einen schönen Blick über die Achse.
Orangerie und Jeu de Paume
An der Concorde-Seite flankieren zwei Museen den Garten. Das Musée de l’Orangerie zeigt Monets riesige Seerosen-Panoramen in zwei ovalen Sälen, die nach den Vorstellungen des Malers gebaut wurden, dazu eine starke Sammlung von Renoir bis Picasso. Gegenüber widmet sich das Jeu de Paume der Fotografie und wechselt seine Ausstellungen komplett, ein Blick ins Programm lohnt vor dem Besuch.
Tickets: Der Garten ist frei. Für die Orangerie buchst du dein Zeitfenster am besten vorab online, die Säle sind klein und die Nachfrage ist groß.
Praktisch: die Pause im Sightseeing
Plane die Tuilerien nicht als eigenen Programmpunkt, sondern als Verschnaufpause: nach dem Louvre, vor dem Musée d’Orsay auf der anderen Seineseite oder auf dem Weg die Achse hinauf. Am schönsten ist das Licht am späten Nachmittag, wenn die Sonne Richtung Arc de Triomphe steht.
Tipp: Steig die Stufen zur Terrasse an der Concorde-Ecke hinauf: Von dort hast du einen der besten Gratis-Ausblicke der Stadt, mit Achse, Eiffelturm und Seine in einem einzigen Panorama.
Mehr Ideen für die Umgebung findest du in der Übersicht der Paris Sehenswürdigkeiten.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istDer Garten selbst wird nie zu voll, nur die Orangerie: Wenn dort kein Zeitfenster mehr frei ist, weiche auf das Jeu de Paume aus oder verschiebe auf den frühen Abend, kurz vor Schluss leeren sich die Seerosen-Säle spürbar.
- Wenn es regnetBei Regen ist der offene Garten ungemütlich, dafür liegen Orangerie, Jeu de Paume und der Louvre in Sichtweite. Unter den Kastanienreihen an den Rändern lässt sich ein kurzer Schauer aussitzen, danach glänzt der Kies und der Garten ist fast leer.
- Mit KindernGut machbar: Am großen Becken können Kinder wie im Luxembourg kleine Segelboote schieben, wenn der Verleih da ist, und im Sommer lockt der Jahrmarkt mit Karussells. Schatten und Spielplätze sind rar, für heiße Tage Wasser und Kappe einpacken.
- Mit eingeschränkter MobilitätBreite, ebene Kieswege ohne Stufen auf der Hauptachse, gut mit Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar. Die erhöhten Terrassen erreichst du über Rampen an einzelnen Stellen, die Orangerie ist barrierefrei ausgebaut. Nach Regen können die Nebenwege matschig sein.
Häufige Fragen
Kostet der Jardin des Tuileries Eintritt?
Nein, der Garten ist frei zugänglich, von morgens bis in den Abend. Bezahlt wird nur in den beiden Museen am Rand, im Musée de l'Orangerie und im Jeu de Paume, sowie an den Ständen des Jahrmarkts, wenn er gerade gastiert. Die Stühle am Wasserbecken kosten nichts.
Lohnt sich das Musée de l'Orangerie?
Ja, gerade wenn dir der Louvre zu groß ist: Die Orangerie ist in ein bis zwei Stunden gut zu schaffen. Monets Seerosen in den beiden ovalen Sälen sind ein Erlebnis, das kein Bildband wiedergibt, und unten wartet mit Renoir, Cézanne und Picasso ein kompaktes Best-of der Moderne. Zeitfenster vorab online sichern.
Wie viel Zeit braucht man für die Tuilerien?
Für den Durchgang vom Louvre zur Concorde reicht eine halbe Stunde. Mit Pause am Wasserbecken wird eine gute Stunde daraus, mit Orangerie oder Jeu de Paume ein halber Tag. Die meisten bauen den Garten einfach als Verbindungsstück zwischen zwei Programmpunkten ein, genau dafür ist er perfekt.
Was ist der Unterschied zwischen Tuilerien und Jardin du Luxembourg?
Die Tuilerien sind Durchgangs- und Aussichtsgarten im touristischen Zentrum, formal, steinern, mit großer Achse. Der Jardin du Luxembourg ist das grüne Wohnzimmer der Pariser, verspielter und familiärer. Kurz: Tuilerien für die Pause zwischen Louvre und Concorde, Luxembourg für den halben Nachmittag mit Picknick.
Wann sind die Tuilerien am schönsten?
Am späten Nachmittag, wenn die Sonne über der Achse Richtung Arc de Triomphe steht und der Kies golden leuchtet. Morgens gehört der Garten Joggern und Spaziergängern, mittags ist er am vollsten. Im Hochsommer bringt der Jahrmarkt Trubel, im Herbst sind die Kastanienalleen ein eigenes Fotomotiv.