Auf einen Blick
- RegionÎle-de-France
- LageMarne-la-Vallée, rund 35 Kilometer östlich von Paris
- ParksDisneyland Park und Walt Disney Studios
- Eröffnet1992
- Besuchsdauer1 bis 2 Tage
- AnreiseRER A bis Marne-la-Vallée/Chessy
Die zwei Parks im Überblick
Disneyland Paris besteht aus zwei getrennten Parks direkt nebeneinander. Der Disneyland Park ist der Klassiker mit dem rosa Dornröschenschloss, den fünf Themenländern und den Paraden, hier steckt das, was du dir unter Disney vorstellst. Der zweite Park, die Walt Disney Studios, ist kleiner, wird aber seit Jahren massiv ausgebaut, unter anderem mit neuen Themenwelten rund um Marvel und die Eiskönigin.
Mit nur einem Tag lautet die klare Empfehlung: nur der Disneyland Park. Beide Parks an einem Tag heißt doppelt Schlangen, doppelt Wege und nirgends genug Zeit. Wer zwei Tage hat, nimmt beide in Ruhe mit.
Anreise mit dem RER A
Der RER A fährt aus der Pariser Innenstadt, etwa ab Châtelet-Les Halles, Gare de Lyon oder Nation, in rund 40 Minuten bis zur Endstation Marne-la-Vallée/Chessy. Wichtig: Züge Richtung Marne-la-Vallée nehmen, die Linie verzweigt sich, andere Äste enden woanders. Vom Bahnsteig stehst du in fünf Minuten am Parkeingang, der Bahnhof liegt direkt zwischen den beiden Parks.
Am selben Bahnhof halten auch TGV-Züge aus anderen Teilen Frankreichs. Welche Tickets im Pariser Netz aktuell für die Strecke gelten, ändert sich immer wieder, den Stand findest du in unserem Guide Verkehr in Paris.
Tipp: Nimm morgens einen Zug, der dich deutlich vor der Parköffnung ankommen lässt. Die erste Stunde im Park ist die wertvollste des ganzen Tages.
Wann ist es ruhig?
Die Faustregel: Wochentage schlagen Wochenenden, und außerhalb der Schulferien ist es am leersten. Richtig voll wird es an Samstagen, in den französischen Ferien, an Feiertagsbrücken und in der Halloween- und Weihnachtssaison. Vergleichsweise ruhig sind Dienstag bis Donnerstag im Januar, im März oder im November, jeweils außerhalb der Ferien.
Denk daran, dass auch die deutschen, belgischen und niederländischen Ferien durchschlagen, Disneyland Paris ist ein europäisches Ziel. Ein Blick auf die Ferienkalender der Nachbarländer gehört zur Planung dazu.
Tickets, Datumswahl und Premier Access
Tickets sind datiert und nach Nachfrage gestaffelt: Je unbeliebter der Tag, desto günstiger, undatierte Flextickets kosten am meisten. Buche also erst den Tag, dann alles andere. Gekauft wird auf der offiziellen Website oder in der App, dort siehst du auch den Kalender mit den Preiskategorien deiner Reisezeit.
Tickets: Nur über die offizielle Website oder die App kaufen. Bei Drittanbietern riskierst du Aufschläge und ungültige Codes, und die Zuordnung zum Datum wird am Eingang streng kontrolliert.
Premier Access ist das kostenpflichtige Überspringen der Warteschlange, gebucht pro Attraktion in der App. Die Logik: An ruhigen Tagen brauchst du es gar nicht. An vollen Tagen lohnt es sich gezielt für ein bis zwei Attraktionen mit den längsten Wartezeiten, nicht als Rundum-Paket. Kostenlose Alternative: Einige Fahrgeschäfte haben eine Single-Rider-Schlange, die deutlich schneller vorankommt, wenn ihr bereit seid, getrennt zu sitzen.
So holst du das Meiste aus dem Tag
Sei zur Öffnung am Eingang und geh als Erstes zur wichtigsten Attraktion deiner Liste, nicht in die Läden der Main Street, die haben den ganzen Tag geöffnet. Prüfe morgens in der App die Show- und Paradenzeiten und baue den Tag darum. Und bleib bis zum Schluss: Die abendliche Show am Schloss mit Licht, Projektionen und Feuerwerk ist für viele der beste Moment des Tages.
Gut zu wissen: Die App ist praktisch Pflicht: Wartezeiten in Echtzeit, Essensbestellung, Premier Access und die Parkkarte. Lade sie vor der Anreise herunter und leg dein Konto an, im Gedränge am Morgen ist dafür keine Zeit.
Mit Kindern nach Disneyland Paris
Mit kleinen Kindern gilt: weniger ist mehr. Prüfe vorab in der App die Mindestgrößen der Attraktionen, damit es am Einstieg keine Tränen gibt. Beim Baby Switch können Eltern nacheinander fahren, ohne zweimal anzustehen. Die Charaktere triffst du mit der kürzesten Schlange gleich am Morgen. Und plane bewusst Pausen ein, der Park ist für Kinderbeine riesig, Buggys lassen sich vor Ort leihen.
Für die Übernachtungsfrage gilt: Ein Hotel in Parknähe macht den Besuch mit Kindern deutlich entspannter, für einen reinen Tagesausflug reicht aber jede Unterkunft an der Linie des RER A. Mehr dazu in unserem Guide Hotels in Paris, weitere Ideen für Familien findest du unter Frankreich mit Kindern.
Typische Fehler
Die Klassiker: an einem Samstag kommen. Um elf Uhr ankommen, wenn alle Schlangen schon stehen. Beide Parks in einen Tag pressen. Die Parade verpassen, weil niemand auf die Uhrzeiten geschaut hat. Und im Winter die Kälte unterschätzen, du stehst viel draußen, warme Schuhe und Regenjacke gehören ins Gepäck. Wer nach dem Park noch Pariser Abendprogramm plant, überschätzt sich, der Tag ist lang genug.
Mehr Ausflüge in der Region findest du im Guide zur Île-de-France, weitere Touren und Erlebnisse unter Aktivitäten in Paris.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istWenn die Wartezeiten explodieren: In der App die Schlangen beobachten und während Parade und Abendessen fahren, dann leeren sich die großen Attraktionen. Premier Access gezielt für einen einzigen Headliner kaufen statt für alles. Und die Shows einplanen, die schlucken viele Besucher gleichzeitig.
- Wenn es regnetViele Warteschlangen und Attraktionen liegen überdacht, mit Regenjacke ist ein grauer Tag sogar ein guter Deal: weniger Besucher, kürzere Schlangen. Bei Sturm können einzelne Fahrgeschäfte und die Abendshow ausfallen, das erfährst du in der App. Ponchos im Park sind teuer, bring eigene mit.
- Mit KindernDer Park ist für Kinder gebaut, die Stolperfallen sind Länge und Reizmenge: feste Mittagspause, früh Charaktere treffen, Buggy leihen und die Mindestgrößen vorab checken. Baby Switch nutzen, wenn ein Elternteil fahren will. Gehörschutz hilft empfindlichen Kindern bei Paraden und Abendshow.
- Mit eingeschränkter MobilitätDie Wege sind breit, eben und rollstuhlgerecht, Attraktionen haben eigene Zugänge mit Registrierung im Gäste-Service, teils mit Begleitperson-Regelung. Nicht jede Bahn ist ohne Umsetzen nutzbar, die Details je Attraktion stehen auf der offiziellen Website und in der App.
Häufige Fragen
Wie kommt man von Paris nach Disneyland?
Mit dem RER A bis zur Endstation Marne-la-Vallée/Chessy, die Fahrt aus der Innenstadt dauert rund 40 Minuten. Der Bahnhof liegt direkt an den Parkeingängen, du läufst keine fünf Minuten. Achte auf die Zugrichtung Marne-la-Vallée, die Linie verzweigt sich unterwegs in mehrere Äste.
Reicht ein Tag für Disneyland Paris?
Für den Disneyland Park ja, wenn du zur Öffnung da bist und bis zur Abendshow bleibst. Beide Parks an einem Tag sind dagegen ein Kompromiss, der selten glücklich macht. Wer die Studios mit den Marvel- und Eiskönigin-Bereichen sehen will, plant besser zwei Tage und übernachtet in Parknähe.
Wann ist Disneyland Paris am leersten?
An Wochentagen außerhalb aller Schulferien, am ehesten Dienstag bis Donnerstag im Januar, März oder November. Meide Samstage, französische Ferien und die Halloween- und Weihnachtszeit. Prüfe neben den französischen auch die deutschen, belgischen und niederländischen Ferienkalender, die machen sich im Park deutlich bemerkbar.
Was ist Premier Access und lohnt es sich?
Premier Access ist der kostenpflichtige Schnellzugang, den du in der App pro Attraktion buchst. An ruhigen Tagen ist er überflüssig, an vollen Tagen lohnt er sich gezielt für die ein, zwei Attraktionen mit den längsten Wartezeiten. Prüfe vorher auch, ob es eine Single-Rider-Schlange gibt, die ist kostenlos und oft fast so schnell.
Lohnt sich Disneyland Paris auch für Erwachsene?
Ja, wenn du Freizeitparks grundsätzlich magst: Die Thematisierung gehört zum Besten in Europa, Achterbahnen wie Big Thunder Mountain oder die Attraktionen im Marvel-Bereich funktionieren völlig ohne Kinder. Dazu kommen Paraden und die Abendshow, die auch nüchterne Gemüter erstaunlich zuverlässig packen.
Ab welchem Alter lohnt sich Disneyland mit Kindern?
Richtig rund läuft es ab etwa vier bis fünf Jahren, wenn Kinder die Figuren kennen und viele Fahrgeschäfte mitfahren dürfen. Mit Kleineren funktionieren Paraden, Karussells und das Fantasyland, dann aber mit Mittagspause und ohne Vollgas-Programm. Die Mindestgrößen der Attraktionen stehen in der App.


