Île-de-France · Paris

Jardin du Luxembourg

Der Jardin du Luxembourg ist für viele der schönste Park von Paris, und die Pariser sehen das genauso: Studenten aus dem Quartier Latin, Jogger, Schachspieler und Familien teilen sich die Wege rund um den Palast des Senats.

Eintritt kostet er nichts, und er liegt genau da, wo du als Besucher ohnehin vorbeikommst: zwischen Panthéon, Saint-Germain-des-Prés und der Seine.

Jardin du Luxembourg
Foto: Jorge Royan, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Auf einen Blick

  • RegionÎle-de-France
  • Angelegtab 1612 für Maria de' Medici
  • Lagezwischen Quartier Latin und Saint-Germain
  • Eintrittfrei
  • Besuchsdauer1 bis 2 Stunden
  • AnreiseRER B bis Luxembourg

Warum dieser Park?

Paris hat größere Parks, aber keinen mit dieser Mischung aus Schlossgarten und Wohnzimmer. Maria de‘ Medici ließ Palast und Garten ab 1612 nach dem Vorbild ihrer Florentiner Heimat anlegen. Heute sitzt im Palais du Luxembourg der französische Senat, und der Garten gehört tagsüber ganz den Parisern und ihren Gästen.

Das Beste sind die berühmten grünen Metallstühle: Du darfst sie frei verschieben. Schnapp dir zwei, einen zum Sitzen, einen für die Füße, und stell sie an den Rand des großen Wasserbeckens vor dem Palast.

Segelboote, Schach und Bienen

Am achteckigen Bassin leihen Kinder seit Generationen kleine hölzerne Segelboote und stupsen sie mit Stöcken über das Wasser. An Wochenenden, in den Ferien und an schönen Nachmittagen steht der Verleih meist direkt am Becken. Ein paar Schritte weiter: Schachspieler unter den Platanen, ein Obstgarten mit alten Apfelsorten, Bienenstöcke mit eigener Imkerschule und ein Marionettentheater.

Die romantischste Ecke ist der Médici-Brunnen an der Ostseite: ein dunkles, von Bäumen überwölbtes Wasserbecken mit Skulpturen, perfekt für eine Pause mit Buch.

Gut zu wissen: Die meisten Rasenflächen sind tabu, nur wenige Wiesen im Südteil sind zum Lagern freigegeben. Mit den frei beweglichen Stühlen brauchst du den Rasen aber auch nicht.

Beste Zeit für deinen Besuch

Der Park öffnet morgens und schließt zum Sonnenuntergang, die genauen Zeiten wechseln mit der Jahreszeit und stehen an den Toren. Am schönsten ist es früh, wenn die Jogger ihre Runden drehen, oder am späten Nachmittag mit tiefer Sonne. Sonntags wird es voll, dann trifft sich halb Paris zwischen Bassin und Boulegelände.

Tipp: Hol dir vorher in einer Boulangerie im Quartier Latin ein Baguette-Sandwich und iss es auf einem Stuhl am Bassin. Günstiger und besser als die meisten Cafés rund um den Park.

Tickets und Umgebung

Tickets: Brauchst du nicht, der Eintritt ist frei. Nur Segelboot-Verleih und Marionettentheater kosten extra, bezahlt wird direkt vor Ort.

Direkt nebenan liegen das Panthéon und die Gassen des Quartier Latin, in einer Viertelstunde bist du an der Seine oder auf der anderen Flussseite in den Tuilerien. Mehr Ideen für deine Tage findest du in der Übersicht der Sehenswürdigkeiten von Paris und in unseren Insider-Tipps.

Wenn es nicht klappt

  • Wenn es voll istDer Park ist groß genug, richtig voll wird nur die Zone um das Bassin. Wenn dort alles besetzt ist, weiche zum Médici-Brunnen oder in den ruhigeren Südteil Richtung Obstgarten aus, dort findest du fast immer freie Stühle.
  • Wenn es regnetBei Regen ist der Park schnell leer und verliert seinen Reiz. Gute Alternativen in Gehweite: das Panthéon, das Mittelaltermuseum Cluny oder ein langes Café-Frühstück im Quartier Latin, bis der Schauer durch ist.
  • Mit KindernEiner der kinderfreundlichsten Orte von Paris: Segelboote, Spielplatz, Marionetten, Ponys. Plane eher zwei Stunden als eine und nimm Kleingeld für die Extras mit. Der große Spielplatz ist eingezäunt und kostet Eintritt, dafür ist er gepflegt und sicher.
  • Mit eingeschränkter MobilitätDie Hauptwege sind breit und aus festem Kies, gut mit Rollstuhl oder Kinderwagen befahrbar. Einzelne Terrassen erreichst du nur über Stufen, es gibt aber fast immer eine Rampe als Umweg. Die Toiletten liegen verstreut, frag das Personal nach der nächsten zugänglichen.

Häufige Fragen

Ist der Jardin du Luxembourg kostenlos?

Ja, der Eintritt ist frei, und auch die berühmten grünen Stühle kosten nichts. Bezahlt wird nur für Extras wie den Segelboot-Verleih am Bassin, das Marionettentheater oder einzelne Spielbereiche. Damit ist der Park eines der besten Gratis-Erlebnisse der ganzen Stadt.

Darf man im Jardin du Luxembourg picknicken?

Ja, aber nicht überall. Die meisten Rasenflächen sind gesperrt, nur einzelne Wiesen im südlichen Teil sind zum Lagern freigegeben, achte auf die Schilder. Die entspannteste Lösung: zwei der frei beweglichen Stühle nehmen und am Wasserbecken essen. Glasflaschen und laute Musik sieht das Parkpersonal ungern.

Was können Kinder im Jardin du Luxembourg machen?

Eine Menge: Segelboote über das große Becken schieben, das Marionettentheater besuchen, Ponyrunden und Karussell drehen, dazu einer der besten Spielplätze von Paris im Südwestteil. Viele Angebote kosten extra und laufen vor allem an Nachmittagen, an Wochenenden und in den französischen Schulferien.

Wann hat der Jardin du Luxembourg geöffnet?

Täglich von morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit. Die genauen Zeiten hängen von der Jahreszeit ab und stehen an den Eingangstoren, im Sommer ist deutlich länger geöffnet als im Winter. Kurz vor Schließung pfeifen die Parkwächter die Besucher freundlich, aber bestimmt aus dem Park.

Wie komme ich zum Jardin du Luxembourg?

Am direktesten mit dem RER B bis zur Station Luxembourg, die direkt am Haupteingang liegt. Alternativ läufst du von der Metrostation Odéon fünf Minuten oder kommst zu Fuß aus dem Quartier Latin, vom Panthéon sind es nur ein paar Gehminuten. Vom Seineufer erreichst du den Park in rund einer Viertelstunde.