Auf einen Blick
- Beste Gratis-AussichtDachterrassen der Kaufhäuser am Boulevard Haussmann
- Picknick-KlassikerSquare du Vert-Galant und Canal Saint-Martin
- SonntagViele Läden zu, das Marais und die Museen sind offen
- Adress-Code75004 heißt 4. Arrondissement
1 Aufs Kaufhausdach statt auf den Turm
Die Dachterrassen der großen Kaufhäuser am Boulevard Haussmann kosten keinen Eintritt und zeigen dir Oper, Eiffelturm und die Dächer von Paris in einem Panorama. Kein Ticket, selten Schlange, perfekt für den ersten Überblick.
2 Parc de Belleville: der Blick, den kaum jemand kennt
Im 20. Arrondissement liegt der höchste Park der Stadt. Von seiner Terrasse siehst du ganz Paris mit dem Eiffelturm im Abendlicht, umgeben von Anwohnern statt Reisegruppen. Die Anfahrt lohnt sich, das Viertel dazu ist herrlich unpoliert. Ähnlich gut und ähnlich leer: der Parc des Buttes-Chaumont mit seinem Tempelchen auf der Felseninsel.
3 Picknick im Square du Vert-Galant
Die winzige Parkspitze an der Île de la Cité liegt direkt am Wasser unter der Pont Neuf. Baguette, Käse und der Blick auf beide Seine-Ufer: Das ist der Paris-Abend, der fast nichts kostet. Alternativen mit mehr Platz: der Champ de Mars mit Eiffelturm-Blick und die Kais der Île Saint-Louis, wo abends halb Paris auf der Ufermauer sitzt.
4 Abends an den Canal Saint-Martin
Wenn die Sonne raus ist, sitzt halb Ostparis mit Wein und Käse an den Kanalufern im 10. Arrondissement. Kein Programm, keine Sehenswürdigkeit, einfach der Feierabend der Stadt. Setz dich dazu. Die Läden rund um den Kanal verkaufen alles, was du dafür brauchst, und sonntags ist die Uferstraße streckenweise autofrei.
5 Lerne den Adress-Code
Die letzten zwei Ziffern der Postleitzahl nennen das Arrondissement: 75004 ist das 4., 75018 ist Montmartre. So ordnest du jedes Hotel, jedes Restaurant und jede Adresse sofort auf dem Stadtplan ein. Die Nummern winden sich schneckenförmig vom Louvre nach außen.
6 Plane den Sonntag anders
Sonntags sind viele Geschäfte und etliche Restaurants zu, dafür sind Museen offen und das Marais lebt, dort haben die Läden auch sonntags auf. Am ersten Sonntag im Monat sind viele Museen oft sogar gratis, dann aber voll. Der Sonntag ist ideal für Parks, Märkte und Museum, nicht fürs Shoppen.
7 Montmartre gehört den Frühaufstehern
Um 8 Uhr morgens hast du die Treppen an der Sacré-Cœur fast allein, um 14 Uhr schiebst du dich durch Menschenmassen. Der Unterschied ist so groß wie bei keiner anderen Sehenswürdigkeit der Stadt. Gleiches Prinzip gilt für die Pont Alexandre III und das Trocadéro: Wer Fotos ohne Menschenmengen will, kommt vor 9 Uhr.
8 Iss mittags warm, abends am Wasser
Das feste Mittagsmenü ist der größte Spartrick der Stadt: gleiche Küche, deutlich kleinerer Preis. Abends reicht dann ein Markteinkauf am Seine-Ufer. Die ganze Logik steht im Guide Essen & Trinken.
9 Hol dir am ersten Tag eine Navigo-Karte
Einzeltickets am Automaten kaufen ist Zeitverschwendung. Die aufladbare Navigo-Easy-Karte mit Zehnerpack macht jede Fahrt günstiger und dich schneller. Details im Verkehrs-Guide.
10 Buche die großen Drei zuerst
Zeitfenster für Eiffelturm, Louvre und Versailles sind in den Ferien Wochen vorher weg. Buche erst diese Slots, plane dann den Rest der Reise darum herum. Ob sich ein Pass lohnt, klärt der City-Pass-Guide.
11 Kirchen sind Gratis-Weltklasse
Saint-Eustache bei den Halles, Saint-Sulpice mit seinen Delacroix-Fresken, Saint-Séverin im Quartier Latin: Paris hat Kirchen auf Museumsniveau, und der Eintritt kostet nichts. Perfekt auch als Regen-Programm.
12 Kenne die drei Klassiker-Maschen
Unterschriftenlisten, „gefundene“ Goldringe und aufgedrängte Armbänder an der Sacré-Cœur sind keine Begegnungen, sondern Geschäftsmodelle. Ein klares „Non“ im Weitergehen beendet alle drei. Mehr dazu unter Sicher unterwegs in Paris.
13 Lauf die grünen Achsen
Die Coulée Verte, eine begrünte alte Bahntrasse ab Bastille, und die autofreien Seine-Ufer sind die schönsten Spazierwege der Stadt. Du siehst Paris von seiner entspannten Seite, ganz ohne Eintritt und Schlange. Die Coulée Verte führt auf der alten Viaduktebene durchs 12. Arrondissement, unter dir liegen Handwerker-Ateliers in den Bögen. Kaum ein Tagesbesucher verirrt sich hierher.
14 Viertel statt Checkliste
Der häufigste Anfängerfehler: sechs Sehenswürdigkeiten an einem Tag quer über die Stadt. Besser: ein Viertel pro Halbtag, zu Fuß, mit Pausen. Was in welches Viertel gehört, zeigt die Übersicht der Sehenswürdigkeiten.
15 Trink deinen Kaffee an der Theke
Am Tresen zahlst du weniger als am Tisch und stehst mitten im Alltag: Handwerker, Anzugträger, Nachbarn, alle für zwei Minuten Espresso. Kein Museum zeigt dir Paris so direkt. Die Preisstufen stehen übrigens meist auf einer Tafel: comptoir, salle, terrasse. Gleicher Kaffee, drei Preise, je nachdem wo du ihn trinkst.
Tipp: Nimm dir pro Tag einen Programmpunkt weniger vor, als du planen willst. Die beste Stunde jeder Paris-Reise ist erfahrungsgemäß die ungeplante.
Häufige Fragen
Was kann man in Paris kostenlos machen?
Erstaunlich viel: Kirchen wie Saint-Eustache und Saint-Sulpice, die Kaufhaus-Dachterrassen, Parks wie Luxembourg und Buttes-Chaumont, die Seine-Ufer, Märkte und Viertel wie Marais oder Montmartre. Städtische Museen sind bei der Dauerausstellung in der Regel frei, viele staatliche oft am ersten Sonntag im Monat.
Wo hat man die beste Aussicht über Paris ohne Eintritt?
Auf den Dachterrassen der Kaufhäuser am Boulevard Haussmann, von der Terrasse des Parc de Belleville und von den Stufen der Sacré-Cœur. Alle drei kosten nichts. Wer einen Drink einrechnet, bekommt auch von Rooftop-Bars gute Blicke, oft günstiger als ein Turm-Ticket.
Welche Fehler sollte man in Paris vermeiden?
Zu viel Programm pro Tag, Essen direkt an den Hotspots, Eiffelturm-Tickets zu spät buchen, Einzeltickets statt Navigo-Karte kaufen und Montmartre zur Mittagszeit besuchen. Und: Wertsachen locker in der Gesäßtasche tragen. Wer diese fünf Dinge lässt, hat schon die halbe Miete.
Sind in Paris sonntags die Geschäfte geöffnet?
Viele nicht, Paris nimmt den Sonntag ernster als deutsche Großstädte. Offene Ausnahmen sind das Marais, Touristenzonen wie die Champs-Élysées und die Lebensmittelmärkte am Vormittag. Museen haben sonntags regulär geöffnet und sind entsprechend voll. Plane den Sonntag für Museen, Märkte und Parks.
Wo kann man in Paris am schönsten picknicken?
Im Square du Vert-Galant an der Spitze der Île de la Cité, am Canal Saint-Martin, auf dem Champ de Mars mit Eiffelturm-Blick und im Jardin du Luxembourg auf den grünen Stühlen. Einkaufen gehst du vorher auf einem Markt oder in einer Bäckerei, nicht im Touristen-Supermarkt neben der Sehenswürdigkeit.