Auf einen Blick
- Eröffnung1889 zur Weltausstellung
- Höherund 330 Meter
- Etagen3 Besucheretagen
- LageChamp de Mars, 7. Arrondissement
- Besuchsdauer2 bis 3 Stunden
- Beste Zeitfrüher Vormittag oder Sonnenuntergang
Die Ticketvarianten: Treppe, Lift oder Spitze
Es gibt drei Wege nach oben, und der teuerste ist nicht automatisch der beste. Mit dem Lift fährst du zur zweiten Etage und optional weiter bis zur Spitze. Über die Treppe steigst du durch das offene Eisengerüst bis zur zweiten Etage, das sind gut 600 Stufen mit Pausenplattformen. Und es gibt die Kombination: Treppe bis zur zweiten Etage, von dort Lift zur Spitze.
Meine klare Empfehlung für alle, die einigermaßen gut zu Fuß sind: die Treppe. Sie ist günstiger, die Schlange ist fast immer kürzer, und du erlebst die Konstruktion viel direkter als in der vollen Liftkabine. Die Spitze ist nett, aber kein Muss: Von der zweiten Etage erkennst du die Stadt besser, weil du näher dran bist.
Tickets: Zeitfenster gibt es nur auf der offiziellen Website, und die Lift-Slots zur Spitze sind in den Ferien oft Wochen vorher ausgebucht. Buche zuerst deinen Eiffelturm-Slot und plane danach den Rest der Reise. Treppentickets bekommst du meist auch kurzfristig.
Achtung: Kaufe ausschließlich auf toureiffel.paris. Drittanbieter verkaufen dieselben Slots mit Aufschlag, und von fliegenden Verkäufern am Turm kaufst du gar nichts. Außerdem gut zu wissen: Der Eiffelturm ist nicht im Paris Museum Pass enthalten.
So läuft der Besuch ab
Plane insgesamt zwei bis drei Stunden ein. Am Fuß des Turms gibt es eine Sicherheitskontrolle mit Taschencheck, danach trennen sich die Wege von Treppe und Lift. Komm etwa 20 Minuten vor deinem Zeitfenster, aber nicht früher: Zu früh wirst du nicht eingelassen. Die nächsten Metrostationen sind Bir-Hakeim und Trocadéro, mehr zur Anreise steht im Verkehrs-Guide.
Rechne die Übergänge ein: Zur Spitze wechselst du auf der zweiten Etage in einen separaten Lift, auch dort kann sich eine Schlange bilden. Für den Weg nach unten gilt: Die Treppe darfst du ab der zweiten Etage auch mit Liftticket nehmen, und sie ist der schönste Teil des Abstiegs, mit wechselnden Blicken durch das Gerüst.
Die drei Etagen im Detail
Erste Etage, 57 Meter: der unterschätzte Teil. Hier gibt es den Glasboden mit Blick senkrecht nach unten und Ausstellungen zur Geschichte des Turms. Wer mit dem Lift fährt, saust oft achtlos vorbei, ein Fehler.
Zweite Etage, 115 Meter: die beste Aussicht. Du bist hoch genug für den Überblick und nah genug, um Notre-Dame, den Louvre und den Invalidendom einzeln zu erkennen. Hier gibt es auch die meisten Shops und Snackstände.
Spitze, 276 Meter: das Gefühl, ganz oben gewesen zu sein. Eine Champagnerbar, bei klarem Wetter Blick bis weit ins Umland, dazu Wind und Enge. Schön als Draufgabe, kein Pflichtprogramm.
Essen und Trinken am Turm
Auf den Etagen gibt es Restaurants und Snackstände; das Restaurant auf der zweiten Etage ist ein Erlebnis mit langem Vorlauf, reserviere früh und rechne mit gehobenem Niveau. Die ehrliche Empfehlung für alle anderen: Baguette, Käse und etwas Süßes aus einer Boulangerie im Viertel, dann damit auf den Champ de Mars. Das Picknick mit Turmblick schlägt jede Aussichtsplattform-Gastronomie. Mehr dazu im Guide Essen & Trinken in Paris.
Die beste Aussicht auf den Eiffelturm
Vom Turm selbst siehst du eines nicht: den Turm. Die klassischen Blicke auf ihn hast du vom Trocadéro auf der anderen Seineseite (morgens am leersten), vom Champ de Mars zu seinen Füßen und von der Rue de l’Université, wo er zwischen den Hausfassaden aufragt. Auch die Brücke Bir-Hakeim mit ihren Stahlpfeilern ist ein bekannter Fotospot.
Die beste Aussicht über Paris mit dem Eiffelturm im Bild bieten dagegen der Arc de Triomphe und der Tour Montparnasse. Dessen Aussichtsetage hat einen unschlagbaren Vorteil: Der Eiffelturm ist auf jedem Foto, der Montparnasse-Turm auf keinem.
Gut zu wissen: Nach Einbruch der Dunkelheit funkelt der Eiffelturm zu Beginn jeder vollen Stunde einige Minuten lang mit tausenden Blitzlichtern. Such dir dafür rechtzeitig einen Platz am Trocadéro oder auf dem Champ de Mars.
Abends oder tagsüber hinauf?
Tagsüber erkennst du die Stadt besser, abends ist die Stimmung stärker: die glitzernde Seine, die beleuchteten Achsen, das Funkeln unter deinen Füßen. Die Slots rund um den Sonnenuntergang sind entsprechend als erste weg. Ein bewährter Plan: am späten Nachmittag hinauf, oben den Übergang von Tag zu Nacht erleben, danach eine Seine-Bootsfahrt ab dem Anleger in Sichtweite. Im Hochsommer heißt das lange Tageslicht allerdings: Der Sonnenuntergang kommt erst kurz vor zehn, plane dein Abendessen entsprechend.
In der Nähe
Der Champ de Mars ist die klassische Picknickwiese mit Turmblick, ideal mit Baguette und Käse vom Markt. Eine Viertelstunde zu Fuß entfernt liegt der Invalidendom mit Napoleons Grab. Und wenn du deine Tage planst: In der Top 20 von Paris und den Insider-Tipps findest du, was in denselben Halbtag passt.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istKeine Slots mehr frei? Versuch es an der Treppenkasse, dort ist die Schlange fast immer am kürzesten und ein Kontingent wird vor Ort verkauft. Wenn gar nichts geht: Blick vom Trocadéro genießen und für einen anderen Reisetag einen Slot auf der offiziellen Website buchen, dort werden auch kurzfristig Fenster frei.
- Wenn es regnetBei Regen und tiefen Wolken lohnt der Aufstieg kaum, oft endet die Sicht schon an der zweiten Etage. Verschiebe den Besuch und geh stattdessen ins Musée d'Orsay oder in den Invalidendom, beides ist gut mit Metro erreichbar.
- Mit KindernGut machbar: Lift statt Treppe nehmen, den Kinderwagen musst du aber meist zusammenklappen. Der Glasboden der ersten Etage ist für viele Kinder das eigentliche Highlight, und Wartezeit lässt sich auf den Spielplätzen am Champ de Mars überbrücken.
- Mit eingeschränkter MobilitätErste und zweite Etage sind per Lift auch mit Rollstuhl erreichbar, die Spitze und die Treppe sind es nicht. Rund um den Turm ist das Gelände eben, die Wege sind aber weitläufig und die Kontrollen bedeuten Stehzeit.
Häufige Fragen
Muss man Eiffelturm-Tickets vorher buchen?
Für den Lift: unbedingt. Die Zeitfenster erscheinen auf der offiziellen Website und sind in Ferienzeiten oft Wochen im Voraus ausgebucht, die Slots zur Spitze zuerst. Treppentickets bekommst du häufig auch kurzfristig online oder an der Kasse vor Ort. Wer flexibel ist, prüft die Website mehrmals: Stornierte Slots tauchen immer wieder auf.
Treppe oder Aufzug: Was ist besser?
Die Treppe, wenn du gut zu Fuß bist: Sie ist günstiger, die Warteschlange ist kürzer, und der Aufstieg durch das offene Eisengerüst ist ein Erlebnis für sich. Die gut 600 Stufen bis zur zweiten Etage schaffen die meisten in 30 bis 45 Minuten. Der Lift lohnt sich mit kleinen Kindern, bei eingeschränkter Mobilität und für die Spitze.
Lohnt sich die Spitze des Eiffelturms?
Sie ist das Sahnehäubchen, aber kein Muss. Oben ist es eng, windig und die Stadt liegt so weit unter dir, dass du Details kaum noch erkennst. Der beste Blick auf Paris ist der von der zweiten Etage. Nimm die Spitze mit, wenn du problemlos einen Slot bekommst, aber richte deine Planung nicht danach aus.
Wann funkelt der Eiffelturm?
Nach Einbruch der Dunkelheit funkelt der Turm zu Beginn jeder vollen Stunde einige Minuten lang zusätzlich zur goldenen Beleuchtung. Die besten Plätze dafür sind das Trocadéro, der Champ de Mars und die Seine-Brücken; auch von einer abendlichen Bootsfahrt aus ist das Schauspiel schön zu sehen.
Ist der Eiffelturm im Paris Museum Pass enthalten?
Nein. Der Eiffelturm wird separat betrieben und ist in keinem der gängigen Pässe enthalten; Tickets gibt es nur über die offizielle Website oder die Kassen vor Ort. Kalkuliere ihn also immer zusätzlich ein, wenn du durchrechnest, ob sich ein Pass für deine Reise lohnt.