Auf einen Blick
- RegionÎle-de-France
- Beste Basis-TourRadtour entlang der Seine
- KulinarikFoodtour durch das Marais
- TagesausflügeVersailles und Giverny
- PlanungBeliebte Touren einige Tage vorher buchen
Paris vom Rad aus
Eine geführte Radtour ist der beste erste Tag in Paris. In drei Stunden siehst du mehr als zu Fuß an zwei Tagen, und die Stadt ist flacher und fahrradfreundlicher, als viele denken: Am Seine-Ufer und auf vielen Boulevards gibt es eigene Radwege, große Teile des Ufers sind autofrei. Gute Touren fahren die Klassiker ab, vom Eiffelturm über den Louvre bis zur Île de la Cité, und du merkst dir nebenbei, wie die Viertel zusammenhängen.
Tipp: Nimm die Tour am ersten Tag, nicht am letzten. Danach weißt du, wo du den Rest deiner Zeit verbringen willst. Wer lieber allein fährt: Mit den Vélib-Leihrädern und einer Route am Seine-Ufer entlang bekommst du eine ähnliche Runde auch ohne Guide hin.
Foodtour durch das Marais
Das Marais ist das beste Viertel für eine Foodtour: Fromagerien, Patisserien, jüdische Bäckereien in der Rue des Rosiers und kleine Weinhändler liegen hier dicht an dicht. Eine gute Tour führt dich in vier bis sechs Läden, erklärt, woran du Qualität erkennst, und ersetzt locker ein Mittagessen. Das Gelernte zahlt sich den Rest der Reise aus, vom Käsekauf bis zur Bäckerei-Wahl. Mehr Grundwissen dazu findest du im Guide Essen & Trinken.
Montmartre zu Fuß
Montmartre ist voller Geschichten, aber die erschließen sich nicht von selbst. Eine geführte Wanderung zeigt dir die Weinberge, die alten Mühlen, die Ateliers von Picasso und Renoir und die stillen Treppengassen abseits der Souvenirstände. Sie endet meist an der Sacré-Cœur mit dem Blick über die Stadt. Wenn du lieber allein gehst: früh morgens starten, dann gehört der Hügel noch den Anwohnern.
Der Klassiker auf dem Wasser
Eine Seine-Bootsfahrt ist touristisch und trotzdem gut. Am schönsten ist die Abendrunde nach Einbruch der Dunkelheit, wenn Brücken und Eiffelturm beleuchtet sind. Die einfache Rundfahrt ohne Essen reicht völlig, die Dinner-Kreuzfahrten sind vor allem teuer. Eine Alternative mit mehr Freiheit sind die Batobus-Boote, die wie eine Buslinie mehrere Stationen zwischen Eiffelturm und Jardin des Plantes anfahren: Du steigst aus, schaust dir ein Viertel an und nimmst das nächste Boot.
Tagesausflüge: Versailles und Giverny
Der wichtigste Ausflug führt nach Versailles: Schloss, Spiegelsaal und ein Park, in dem du einen halben Tag verschwinden kannst. Mit der RER C bist du ohne Tour dort, eine geführte Variante lohnt sich vor allem, wenn du die Warteschlangen-Logistik abgeben willst.
Der zweite Klassiker ist Giverny mit Monets Garten und dem Seerosenteich, von Paris aus per Zug ab Gare Saint-Lazare plus Pendelbus erreichbar. Von April bis Oktober ist der Garten geöffnet und am frühen Vormittag am leersten.
Beide Ausflüge lassen sich nicht sinnvoll an einem Tag kombinieren, sie liegen in entgegengesetzten Richtungen. Nimm für Versailles einen ganzen Tag, für Giverny reicht ein langer halber.
Mit Kindern unterwegs
Radtouren funktionieren mit Kindern ab dem Schulalter gut, viele Anbieter haben Kinderräder und Sitze. Für Jüngere sind die Bootsfahrt, die Segelboote im Jardin du Luxembourg und ein Nachmittag im Jardin d’Acclimatation die besseren Programmpunkte. Museen halten Kinder am längsten durch, wenn du sie auf ein einziges Haus mit klarem Ziel begrenzt, etwa die Mumien im Louvre.
Buchen oder spontan?
Foodtouren und gute deutschsprachige Führungen sind oft Tage im Voraus voll, besonders am Wochenende. Radtouren und Bootsfahrten bekommst du meist auch kurzfristig. Buche direkt beim Veranstalter und prüfe die Stornobedingungen, dann bleibst du bei Regen flexibel. Noch mehr Spar-Ideen stehen in unseren Insider-Tipps.
Häufige Fragen
Welche Tour lohnt sich in Paris am meisten?
Für den ersten Besuch: eine Radtour entlang der Klassiker. Du bekommst in wenigen Stunden ein Gefühl für die Stadtgeographie, das dir den Rest der Reise Zeit spart. Danach kommt es auf deine Interessen an: Foodtour im Marais für Genießer, Montmartre-Führung für Geschichtenliebhaber, Bootsfahrt für den Abend.
Muss man Touren in Paris vorab buchen?
Foodtouren und deutschsprachige Führungen solltest du einige Tage vorher buchen, sie haben kleine Gruppen und sind schnell voll. Bootsfahrten und Radtouren bekommst du außerhalb der Ferien oft spontan. Für Versailles gilt: Das Zeitfenster-Ticket fürs Schloss ist wichtiger als die Tour selbst.
Lohnt sich eine Foodtour im Marais?
Ja, wenn du danach selbst besser einkaufen willst. Eine gute Tour ersetzt ein Mittagessen, führt dich zu Läden, die du allein übersehen würdest, und erklärt dir, woran du gute Croissants, Käse und Wein erkennst. Reine Verkostungstouren ohne Erklärungen kannst du dir dagegen sparen.
Versailles oder Giverny: welcher Ausflug ist besser?
Versailles ist der Pflichttermin: mehr Programm, ganzjährig möglich, mit der RER schnell erreichbar. Giverny ist der Liebhaber-Ausflug für Monet-Fans und Gartenfreunde, nur von Frühling bis Herbst geöffnet und deutlich ruhiger. Wer vier oder mehr Tage hat, schafft beide.
Kann man Paris gut mit dem Fahrrad erkunden?
Ja, besser als sein Ruf. Paris hat in den letzten Jahren viele geschützte Radwege gebaut, und am Seine-Ufer fährst du streckenweise komplett ohne Autos. Als Einstieg ist eine geführte Tour sinnvoll, danach kommst du auch mit Leihrädern gut zurecht. Im Berufsverkehr auf großen Kreuzungen gilt: defensiv fahren.



