Auf einen Blick
- RegionAuvergne-Rhône-Alpes
- Eröffnung1857
- FlächeÜber 100 Hektar
- EintrittKostenlos, auch der Zoo
- Dauer des Besuchs2 bis 4 Stunden
Was dich im Park erwartet
Angelegt wurde der Park ab 1857 im Stil englischer Landschaftsgärten, zeitgleich mit dem Central Park in New York, und die Grundidee ist dieselbe: der Stadt eine grüne Lunge geben. Das Zentrum bildet der große See, auf dem du Ruder- und Tretboote mieten kannst, drumherum verteilen sich Wiesen, Alleen und Spielplätze. Der Name geht auf eine Legende zurück, nach der ein goldener Christuskopf auf dem Gelände vergraben sein soll, gefunden hat ihn nie jemand.
Zoo und Giraffen zum Nulltarif
Mitten im Park liegt ein echter Zoo mit Giraffen, Zebras, Affen und der afrikanischen Savannenanlage Plaine Africaine, und der Eintritt ist frei. Erwarte keinen Riesenzoo, aber für einen Spontanbesuch mit Kindern ist das Angebot unschlagbar: hingehen, Giraffen schauen, weiterziehen, ohne Kassenschlange und ohne Zeitdruck.
Gut zu wissen: Auch die botanischen Anlagen kosten nichts: Die großen historischen Gewächshäuser beherbergen tropische Pflanzen, Palmen und Kakteen, im Sommer blühen im Rosengarten Tausende Sorten. Der Park gilt als einer der wichtigsten botanischen Gärten Frankreichs.
Der Park als Lyoner Alltag
Sonntags gehört der Park den Familien, unter der Woche den Läufern, die auf den Alleen ihre Runden drehen. Du kannst dich einreihen: Leihräder gibt es an Stationen rund um den Park, und die flachen Wege sind ideal zum Rollen und Schlendern. Kombiniere den Besuch mit den Berges du Rhône, dem Uferweg, der den Park mit dem Zentrum verbindet, die Route findest du in der Übersicht der Sehenswürdigkeiten von Lyon.
Tipp: Nimm dir ein Picknick mit, statt an den Kiosken zu essen. Das Material dafür holst du am besten vorher in den Halles Paul Bocuse, die nur wenige Tramstationen entfernt liegen: Käse, Saucisson, Baguette, fertig ist das Lyoner Picknick.
Praktisch: Anfahrt und Eingänge
Der Haupteingang mit dem prächtigen schmiedeeisernen Tor, der Porte des Enfants du Rhône, liegt an der Südwestecke nahe der Rhône. Vom Zentrum kommst du mit Bus oder Leihrad, vom Bahnhof Part-Dieu ist es ein kurzer Weg, alle Verbindungen stehen im Verkehrsguide. Der Park öffnet täglich von früh bis abends, im Sommer länger als im Winter. Danach bist du schnell wieder im Programm: Die Presqu’île und Vieux Lyon erreichst du in rund einer Viertelstunde.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istAn warmen Sonntagen ist der Park voll, aber er ist groß genug: Weiche vom See auf die nördlichen Wiesen und den Rosengarten aus. Für die Bootsvermietung komm vormittags, nachmittags bilden sich Schlangen.
- Wenn es regnetDie großen Gewächshäuser sind das trockene Highlight und allein einen Besuch wert. Bei Dauerregen tausche den Park gegen das Musée des Confluences, das ist der bessere Schlechtwettertag.
- Mit KindernDer Park ist ein Kinderparadies: Gratiszoo, Spielplätze, Ponys, Karussell und im Sommer kleine Fahrgeschäfte. Plane den Zoo zuerst ein, solange die Energie reicht, und halte Richtung See ein Eis als Etappenziel bereit.
- Mit eingeschränkter MobilitätDie Hauptwege sind asphaltiert oder fest, eben und breit, damit gut für Rollstuhl und Kinderwagen geeignet. Auch Zoo und Rosengarten sind stufenfrei erreichbar, nur einzelne Nebenwege sind gekiest.
Häufige Fragen
Ist der Parc de la Tête d'Or kostenlos?
Ja, komplett: Parkeintritt, Zoo, Rosengarten und Gewächshäuser kosten nichts. Bezahlt wird nur, was du extra nutzt, etwa Ruderboote, Ponyreiten oder das Karussell. Damit ist der Park eines der besten Gratis-Angebote für Familien in ganz Frankreich.
Warum heißt der Park Tête d'Or?
Der Name bedeutet goldener Kopf und geht auf eine Legende zurück: Auf dem Gelände soll ein goldener Christuskopf vergraben sein. Gefunden wurde er trotz mancher Grabung nie, aber der Name blieb und gehört heute fest zu Lyon wie die beiden Flüsse.
Was kann man im Parc de la Tête d'Or machen?
Boot fahren auf dem See, den kostenlosen Zoo mit Giraffen und Savannenanlage besuchen, durch Rosengarten und tropische Gewächshäuser schlendern, picknicken, joggen oder mit dem Leihrad die Alleen abfahren. Mit Kindern kommen Spielplätze, Ponys und Karussell dazu. Für alles zusammen reicht ein halber Tag.
Wie kommt man zum Parc de la Tête d'Or?
Der Haupteingang liegt am Rhôneufer im Nordosten des Zentrums. Vom Bahnhof Part-Dieu sind es rund 15 Minuten zu Fuß, aus der Innenstadt nimmst du Bus oder Leihrad am Flussufer entlang. Die schönste Anfahrt ist die Radstrecke über die Berges du Rhône.
Lohnt sich der Zoo im Park?
Als kostenloser Zwischenstopp ja, als Tagesziel nein. Die afrikanische Savannenanlage mit Giraffen und Zebras ist gut gemacht, insgesamt ist der Zoo aber überschaubar. Genau darin liegt sein Charme: Du gehst ohne Eintritt und Erwartungsdruck hinein und bleibst so lange, wie es Spaß macht.





