Auf einen Blick
- RegionAuvergne-Rhône-Alpes
- UNESCOHistorisches Zentrum seit 1998
- Ideale Dauer2 bis 3 Tage
- Beste ReisezeitApril bis Juni, September und Oktober, Anfang Dezember zur Fête des Lumières
- AnreiseTGV ab Paris rund 2 Stunden
Die Top 13 in Lyon
1 Vieux Lyon: die Renaissance-Altstadt
Das nach Venedig größte zusammenhängende Renaissanceviertel Europas liegt am Fuß des Fourvière-Hügels: enge Gassen, ockerfarbene Fassaden, Innenhöfe mit Wendeltreppen. Die Rue Saint-Jean ist die Hauptachse, schöner sind die Parallelgassen Rue du Bœuf und Rue des Trois Maries.
Plane einen halben Tag ein, am besten morgens vor den Reisegruppen. Alles Wichtige steht im Guide zu Vieux Lyon.
2 Basilika Notre-Dame de Fourvière
Die weiße Basilika thront über der Stadt und sieht von außen streng aus, innen aber explodiert sie in Gold, Mosaiken und byzantinischer Farbe. Der Eintritt ist frei, die Aussichtsterrasse davor zeigt dir ganz Lyon und bei klarem Wetter den Mont Blanc.
Hoch kommst du mit der Standseilbahn ab Vieux Lyon. Details, auch zum römischen Theater nebenan, im Guide zur Basilika Fourvière.
3 Traboules: die geheimen Gänge
Traboules sind Durchgänge, die quer durch Wohnhäuser und Innenhöfe von einer Straße zur nächsten führen. Es gibt sie in Vieux Lyon und in Croix-Rousse, viele sind tagsüber frei zugänglich, weil die Stadt das mit den Eigentümern vereinbart hat.
Wichtig: Es sind bewohnte Häuser, also leise sein und Türen wieder schließen. Einstiege und Etikette findest du im Guide zu den Traboules.
4 Presqu’île & Place Bellecour
Die Halbinsel zwischen Rhône und Saône ist das bürgerliche Herz Lyons: die riesige Place Bellecour, die Einkaufsachse Rue de la République, die Place des Terreaux mit Rathaus und Bartholdi-Brunnen.
Hier läufst du sowieso ständig durch, also nimm die Höhepunkte bewusst mit. Mehr im Guide zur Presqu’île.
5 Croix-Rousse: das Viertel der Seidenweber
Auf dem zweiten Hügel webten im 19. Jahrhundert die Canuts, die Seidenweber, in Wohnungen mit vier Meter hohen Decken. Heute ist Croix-Rousse ein Dorf in der Stadt: Markt, Cafés, steile Treppengassen und die berühmte Fassadenmalerei Mur des Canuts.
Geschichte und Route im Guide zu Croix-Rousse.
6 Musée des Confluences
An der Südspitze der Halbinsel, genau dort, wo Rhône und Saône zusammenfließen, steht dieser Glas-Stahl-Koloss. Innen: Naturkunde, Menschheitsgeschichte und Wissenschaft, erzählt in großen, gut inszenierten Dauerausstellungen.
Mit Kindern die beste Schlechtwetterkarte der Stadt. Alle Tipps im Guide zum Musée des Confluences.
7 Parc de la Tête d’Or
Über 100 Hektar Park am Rhôneufer, mit See, Ruderbooten, Rosengarten und einem kostenlosen Zoo. Die Lyoner joggen hier, picknicken hier und zeigen ihren Kindern die Giraffen, ohne einen Cent zu zahlen.
Perfekt als Pause zwischen zwei Museumsblöcken. Mehr im Guide zum Parc de la Tête d’Or.
8 Les Halles Paul Bocuse
Die überdachte Gourmethalle im Viertel Part-Dieu ist Lyons Speisekammer: Käse, Austern, Quenelles, Saucisson, Pralinentorten. Zwischen den Ständen kannst du direkt an der Theke essen, mittags ist der beste Zeitpunkt.
Was du probieren solltest, steht im Guide zu den Halles Paul Bocuse.
9 Römisches Theater & Lugdunum
Lyon war als Lugdunum Hauptstadt des römischen Galliens. Auf dem Fourvière-Hügel liegen zwei antike Theater frei zugänglich im Hang, im Sommer laufen hier Open-Air-Konzerte. Das zugehörige Museum ist elegant in den Hügel gebaut.
Die Kombination mit der Basilika ist die logischste halbe Tagesetappe der Stadt.
10 Musée des Beaux-Arts
An der Place des Terreaux, in einer ehemaligen Benediktinerabtei, hängt eine der besten Kunstsammlungen Frankreichs außerhalb von Paris: von ägyptischen Antiken bis zu Monet und Picasso.
Der stille Kreuzgang-Garten im Innenhof ist eine der schönsten Pausen der Stadt, auch ohne Museumsbesuch von außen einsehbar.
11 Die Ufer von Rhône und Saône
Die Berges du Rhône sind Lyons Flaniermeile: Am linken Rhôneufer liegen alte Lastkähne als Bars, abends sitzt halb Lyon auf den Stufen. Am Saôneufer läufst du dagegen ruhig und mit Altstadtblick Richtung Confluence.
Beide Ufer sind kostenlos, eben und perfekt fürs Fahrrad.
12 Fresque des Lyonnais
An der Ecke zum Saôneufer bedeckt ein riesiges Wandgemälde eine komplette Hauswand: berühmte Lyoner aus zwei Jahrtausenden stehen scheinbar auf Balkonen, darunter der Koch Paul Bocuse und der kleine Prinz samt Autor Saint-Exupéry.
Der Abstecher lohnt sich auf dem Weg zwischen Terreaux und Croix-Rousse.
13 Confluence-Viertel
Südlich des Zentrums hat Lyon aus alten Hafen- und Industrieflächen ein Architektur-Schaufenster gemacht: kühne Neubauten, Hausboote, ein Einkaufszentrum am Wasser und das Musée des Confluences als Schlusspunkt.
Mit der Tram bist du schnell dort, zurück lohnt das Schiff oder der Uferweg.
Tipp: Lyon ist eine Stadt der Blickachsen. Plane pro Tag einen Hügel oder ein Ufer, nicht alles auf einmal: Die Treppen von Croix-Rousse und Fourvière summieren sich schneller, als du denkst.
Routen: So verteilst du die Highlights auf zwei Tage
Tag 1 gehört dem Westufer: morgens durch Vieux Lyon und ein paar Traboules, mittags mit der Standseilbahn hinauf nach Fourvière, nachmittags Basilika, Aussicht und römische Theater, abends Bouchon in der Altstadt. Tag 2 gehört der Halbinsel und Croix-Rousse: vormittags Terreaux und Musée des Beaux-Arts, dann hinauf zu den Seidenwebern, nachmittags hinunter ans Rhôneufer und je nach Energie Parc de la Tête d’Or oder Confluence.
Für Restaurants und die Bouchon-Logik lies den Guide zu Essen und Trinken in Lyon, für Metro, Standseilbahn und Anreise den Verkehrsguide. Geführte Touren, auch für Traboules und Food, findest du unter Aktivitäten in Lyon.
Tickets: Wo du vorbuchen musst und wo nicht
Die gute Nachricht: Lyons größte Attraktionen sind kostenlos. Basilika, Traboules, Parc de la Tête d’Or samt Zoo, beide Flussufer und die Viertel selbst kosten nichts. Zeitfenster-Stress wie in Paris gibt es kaum.
Tickets: Vorbuchen lohnt nur an wenigen Stellen: für das Musée des Confluences nimmst du dein Ticket am besten online, dann sparst du dir die Schlange am Eingang. Geführte Traboules-Touren laufen über das offizielle Tourismusbüro und sind in den Ferien schnell ausgebucht. Und rund um die Fête des Lumières im Dezember gilt: erst Hotel und Führungen sichern, dann den Rest planen.
Gut zu wissen: Viele städtische Museen in Lyon sind am ersten Sonntag im Monat oft kostenlos. Verlass dich nicht blind darauf, aber ein Blick auf die offizielle Website vor der Reise lohnt sich.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Der häufigste Fehler: Lyon als Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden behandeln und nur zwei Stunden für die Altstadt einplanen. Damit siehst du genau die volle Rue Saint-Jean und nichts von dem, was die Stadt besonders macht. Der zweite Fehler: die Hügel zu Fuß bergauf erobern. Nimm für Fourvière die Standseilbahn und für Croix-Rousse die Metro, deine Beine brauchst du für die Gassen. Der dritte Fehler: mittags im erstbesten Lokal mit Fotospeisekarte landen, obwohl zwei Straßen weiter ein echter Bouchon sitzt.
Und noch ein Praktisches: Viele Museen schließen montags oder dienstags, die Halles sind montags großteils zu, und der Croix-Rousse-Markt läuft nur vormittags. Lege Markt und Halle also auf den Vormittag und Museen auf die Wochenmitte, dann läuft der Plan von allein.
Fête des Lumières: Lyon im Lichterrausch
Rund um den 8. Dezember verwandelt das Lichterfest die Stadt vier Abende lang in eine einzige Open-Air-Bühne: Videoinstallationen auf der Kathedrale, leuchtende Plätze, Hunderttausende Besucher. Es ist spektakulär, aber auch die vollste Zeit des Jahres. Hotels sind Monate vorher ausgebucht, buche also zuerst das Zimmer, dann den Rest. Empfehlungen dafür findest du im Guide zu den Hotels in Lyon. Wer Ruhe will, kommt eine Woche später: gleiche Stadt, halber Trubel.
Übrigens: Lyon ist auch ein gutes Sprungbrett für Weintouren, das Burgund beginnt eine knappe Autostunde nördlich.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Lyon?
Zwei volle Tage reichen für die Top-Sehenswürdigkeiten: ein Tag für Vieux Lyon und Fourvière, ein Tag für Presqu'île und Croix-Rousse. Mit einem dritten Tag kommen Confluence, Parc de la Tête d'Or und ein langes Mittagessen in den Halles dazu. Wer Ausflüge ins Beaujolais oder Burgund plant, sollte vier Tage einplanen.
Was ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Lyon?
Das UNESCO-Ensemble aus Vieux Lyon und dem Fourvière-Hügel. Die Renaissance-Altstadt, die Traboules und die Basilika mit ihrer Aussichtsterrasse liegen direkt beieinander und ergeben zusammen einen perfekten halben Tag. Wenn du nur wenige Stunden hast, konzentriere dich genau darauf.
Ist Lyon teuer?
Deutlich günstiger als Paris. Viele Top-Attraktionen sind kostenlos: die Basilika, die Traboules, der Parc de la Tête d'Or samt Zoo und beide Flussufer. Im Bouchon isst du mittags mit Festpreismenü am günstigsten. Teuer wird es vor allem zur Fête des Lumières Anfang Dezember, wenn die Hotelpreise stark steigen.
Lohnt sich Lyon auch bei Regen?
Ja, sogar ziemlich gut. Die Traboules sind überdachte Gänge, das Musée des Confluences und das Musée des Beaux-Arts füllen je einen halben Tag, und die Halles Paul Bocuse sind bei Regen der perfekte lange Mittag. Nur die Aussicht von Fourvière verlierst du bei tiefen Wolken.
Wann ist die beste Reisezeit für Lyon?
Frühjahr und Frühherbst: Von April bis Juni und im September ist es warm, aber nicht drückend, im Hochsommer staut sich die Hitze zwischen den Flüssen. Anfang Dezember lockt die Fête des Lumières, dann musst du aber früh buchen und Menschenmassen mögen.
Ist Lyon gut zu Fuß zu erkunden?
Das Zentrum ja, aber unterschätze die Hügel nicht. Vieux Lyon, Presqu'île und die Ufer sind flach und kompakt. Für Fourvière nimmst du am besten die Standseilbahn, für Croix-Rousse die Metro bergauf und läufst dann bergab. So siehst du alles, ohne dich an Treppen abzuarbeiten.




