Auvergne-Rhône-Alpes · Lyon

Aktivitäten & Touren in Lyon: die besten Erlebnisse

Lyon kannst du wunderbar auf eigene Faust erkunden, aber ein paar Erlebnisse werden mit Führung oder Boot deutlich besser. Die Traboules findest du allein schlicht nicht alle, bei einer Foodtour probierst du dich durch Spezialitäten, die du sonst nie bestellt hättest, und das Beaujolais vor den Toren der Stadt ist ohne Auto nur mit Tour gut erreichbar.

Hier sind die vier Aktivitäten, die sich in Lyon wirklich lohnen, plus ehrliche Hinweise, was du dir sparen kannst.

Auf einen Blick

  • RegionAuvergne-Rhône-Alpes
  • Top-ErlebnisFoodtour durch Vieux Lyon oder die Hallen
  • Bester AusflugBeaujolais, ca. 45 Minuten nördlich
  • Beste ReisezeitApril bis Oktober für Boot und Weinberge

1. Foodtour: Lyon geht durch den Magen

Eine geführte Foodtour ist in der Genusshauptstadt die naheliegendste Investition. Übliche Formate: ein Rundgang durch Vieux Lyon mit Stopps bei Käse, Praline-Brioche und Charcuterie, oder eine Verkostungsrunde durch die Halles Paul Bocuse. Drei Stunden, sechs bis acht Stationen, danach brauchst du kein Mittagessen mehr. Buche für den Vormittag, dann sind die Stände frisch bestückt und die Guides haben Zeit für Fragen.

Tipp: Lege die Foodtour auf deinen ersten Tag. Du bekommst nebenbei eine Ortskunde in Sachen Bouchons und weißt danach genau, wo du die restlichen Abende reservieren willst. Mehr Hintergrund liest du unter Essen und Trinken in Lyon.

2. Traboules-Führung: Türen, die du allein nicht findest

Die Traboules kannst du grundsätzlich kostenlos erkunden, viele Eingänge sind tagsüber offen. Der Haken: Die spannendsten Durchgänge verstecken sich hinter unscheinbaren Haustüren, und ohne Kontext sind es eben nur Flure. Eine geführte Runde durch Vieux Lyon oder Croix-Rousse erklärt dir Seidenweber, Renaissance-Höfe und Résistance-Geschichte und öffnet Türen, an denen du sonst vorbeigelaufen wärst. Zwei Stunden reichen.

Gut zu wissen: Die Traboules sind Wohnhäuser. Sprich leise, fotografiere ohne Blitz und zieh die Tür hinter dir zu, dann bleiben die Durchgänge auch für künftige Besucher offen.

3. Bootsfahrt auf der Saône

Vom Wasser aus versteht man die Stadt zwischen ihren zwei Flüssen am besten: Renaissance-Fassaden von Vieux Lyon, die Hänge von Fourvière, die moderne Spitze von Confluence mit dem Musée des Confluences. Die klassische Rundfahrt dauert etwa eine Stunde und startet nahe der Presqu’île. Es gibt auch Mittags- und Abendfahrten mit Menü; die sind nett, aber kulinarisch schlägt sie jeder Bouchon. Nimm die einfache Rundfahrt am späten Nachmittag, wenn das Licht auf den Fassaden liegt.

4. Tagesausflug ins Beaujolais

Nördlich von Lyon beginnen die Hügel des Beaujolais mit Weindörfern aus goldgelbem Stein, den Pierres Dorées. Halbtages- und Tagestouren ab Lyon kombinieren meist zwei bis drei Weingüter mit einem Dorfspaziergang, etwa in Oingt. Ohne eigenes Auto ist die Tour die beste Option, denn die Dörfer sind mit Bahn und Bus schlecht verbunden. Mit Mietwagen fährst du die Route ab Lyon in einem entspannten Tag selbst; wie du aus der Stadt kommst, steht im Kapitel Verkehr in Lyon.

Achtung: Beaujolais Nouveau am dritten Donnerstag im November ist ein Volksfest, aber kein Qualitätsversprechen. Die interessanten Weine der Region sind die Crus wie Morgon oder Fleurie. Probier sie auf dem Weingut, nicht im Souvenirshop.

Was du dir sparen kannst

Der kleine Touristenzug auf den Fourvière-Hügel ist überflüssig, die Standseilbahn ist schneller und günstiger. Auch generische Stadtrundfahrten im Bus lohnen kaum: Das Zentrum ist so kompakt, dass du zu Fuß mehr siehst. Einen Überblick, was sich wirklich lohnt, gibt die Liste der Sehenswürdigkeiten von Lyon.

Häufige Fragen

Welche Tour lohnt sich in Lyon am meisten?

Wenn du nur eine Tour buchst, nimm die Foodtour. Sie verbindet Stadtrundgang und Verkostung, funktioniert bei jedem Wetter und liefert dir nebenbei die besten Restauranttipps für den Rest der Reise. Danach kommt die geführte Traboules-Runde, die dir Türen und Geschichten öffnet, die du allein verpasst.

Kann man die Traboules auch ohne Führung besichtigen?

Ja, viele Traboules in Vieux Lyon und Croix-Rousse sind tagsüber frei zugänglich, der Eintritt kostet nichts. Du brauchst aber eine gute Liste oder App, weil die Eingänge wie normale Haustüren aussehen. Eine Führung lohnt sich für Kontext und für Durchgänge, die man sonst übersieht.

Lohnt sich eine Bootsfahrt in Lyon?

Ja, als entspannte Stunde zwischendurch. Die Rundfahrt auf der Saône zeigt Vieux Lyon, Fourvière und das moderne Confluence-Viertel aus einer Perspektive, die du zu Fuß nicht bekommst. Die Dinner-Fahrten sind stimmungsvoll, aber essen gehst du in Lyon besser im Bouchon.

Wie kommt man ohne Auto ins Beaujolais?

Am einfachsten mit einer organisierten Halbtages- oder Tagestour ab Lyon, die Weingüter und Dörfer kombiniert. Der öffentliche Verkehr erreicht zwar einzelne Orte an der Bahnstrecke, aber die schönen Weindörfer der Pierres Dorées liegen abseits davon. Alternativ leihst du dir für einen Tag einen Mietwagen.

Was macht man in Lyon bei Regen?

Erstaunlich viel: die Halles Paul Bocuse, das Musée des Confluences, die Basilika Fourvière samt Standseilbahn und die überdachten Traboules. Auch eine Foodtour funktioniert bei Regen, weil die Stopps drinnen liegen. Nur die Bootsfahrt und das Beaujolais verschiebst du besser auf einen trockenen Tag.