Elsass · Straßburg

Verkehr in Straßburg: Anreise & Nahverkehr

Keine französische Großstadt erreichst du aus Deutschland leichter als Straßburg: Die Stadt liegt direkt gegenüber von Kehl, und die Tramlinie D fährt über die Rheinbrücke mitten ins Zentrum. Du kannst sogar zu Fuß über die Grenze spazieren.

Hier findest du alle Wege im Überblick: Zug, Auto mit Park-and-Ride, die Kehl-Taktik und den Nahverkehr in der Stadt, plus die Stolperfallen wie Umweltzone und Adventsverkehr.

Auf einen Blick

  • LageDirekt am Rhein, gegenüber von Kehl (Baden-Württemberg)
  • Grenz-TramLinie D verbindet Kehl mit dem Zentrum
  • BahnTGV-Knoten, aus Paris in unter zwei Stunden
  • AltstadtWeitgehend autofrei, alles fußläufig
  • Auto-KurzformP+R am Stadtrand statt Parkhaus im Zentrum

Die Kehl-Taktik: zu Fuß oder mit der Tram über die Grenze

Das Besondere an Straßburg: Die Grenze ist keine Hürde, sondern Teil des Ausflugs. Vom Bahnhof Kehl fährt die Tramlinie D über den Rhein bis mitten auf die Altstadtinsel, in wenigen Minuten und ohne Grenzformalitäten. Viele Tagesgäste parken deshalb in Kehl und steigen um. Noch schöner: zu Fuß oder mit dem Rad über die Passerelle des Deux Rives, die geschwungene Fußgängerbrücke zwischen den beiden Rheinparks, und auf der französischen Seite weiter mit der Tram.

Mit dem Zug

Aus Süddeutschland läuft die Anreise meist über Offenburg nach Kehl und weiter mit Regionalzug oder Tram, aus Richtung Karlsruhe und Stuttgart gibt es auch direkte Fernzüge nach Straßburg. Aus Paris bringt dich der TGV in unter zwei Stunden. Der Bahnhof mit seiner markanten Glaskuppel liegt zehn Gehminuten westlich der Altstadt. Tickets buchst du bei der Bahn oder auf sncf-connect.com, für die Grenzstrecke lohnt der Preisvergleich zwischen beiden.

Tipp: Für Tagesausflüge aus dem badischen Grenzraum ist die Kombination aus Parken in Kehl und Tram D oft die schnellste und billigste Lösung, gerade im Advent, wenn rund um die Altstadt nichts mehr geht. Mehr Zug-Inspiration für ganz Frankreich findest du im Beitrag Mit dem Zug durch Frankreich.

Mit dem Auto: P+R statt Parkhaus

Straßburg will Autos aus dem Zentrum heraushalten, und das gelingt: Die Altstadt ist weitgehend autofrei, Parkhäuser am Rand sind teuer und im Advent überlaufen. Die bessere Logik sind die Park-and-Ride-Plätze des Verkehrsbetriebs CTS an den Tramlinien am Stadtrand: Du parkst günstig, und die Tramfahrt ins Zentrum ist im Parktarif für die Insassen enthalten, die Details stehen auf cts-strasbourg.eu. Anreise aus Deutschland über die A5, Ausfahrt Richtung Kehl, dann über die Europabrücke.

Achtung: Straßburg hat eine Umweltzone, für die Fahrt in die Stadt brauchst du die französische Crit’Air-Vignette am Auto. Bestelle sie NUR auf certificat-air.gouv.fr, der offiziellen Seite, es kursieren teure Fake-Shops. Was in Frankreichs Umweltzonen sonst gilt, liest du unter Umweltzonen in Frankreich.

Nahverkehr in der Stadt

Das Tramnetz der CTS ist eines der besten Frankreichs: sechs Linien, dichter Takt, Haltestellen an allen wichtigen Punkten bis ins Europaviertel. Tickets gibt es am Automaten und per App, entwertet wird vor dem Einsteigen. Die Wahrheit ist aber: Auf der Altstadtinsel brauchst du die Tram kaum, die Wege sind kurz und die schönsten Strecken laufen ohnehin durch Fußgängerzonen. Die Tram lohnt für Bahnhof, Europaviertel und die Rückfahrt nach Kehl am Abend.

Flug und Fernbus

Der kleine Flughafen Straßburg-Entzheim liegt südwestlich der Stadt und ist per Bahn-Shuttle in wenigen Minuten mit dem Hauptbahnhof verbunden, für Reisende aus Deutschland sind aber Zug und Auto praktisch immer die bessere Wahl. Fernbusse halten ebenfalls in Bahnhofsnähe. Wie du deine Zeit vor Ort füllst, steht im Überblick Straßburg Sehenswürdigkeiten.

Häufige Fragen

Wie kommt man von Kehl nach Straßburg?

Am einfachsten mit der Tramlinie D: Sie fährt vom Bahnhof Kehl über den Rhein bis ins Zentrum von Straßburg, ohne Grenzkontrolle und in wenigen Minuten. Alternativ läufst du zu Fuß oder radelst über die Passerelle des Deux Rives, die Fußgängerbrücke zwischen den Rheinparks beider Städte.

Wo parkt man am besten in Straßburg?

Nicht im Zentrum: Die Altstadt ist weitgehend autofrei, Parkhäuser sind teuer. Nutze die Park-and-Ride-Plätze der CTS an den Tramlinien am Stadtrand, dort ist die Tramfahrt für die Autoinsassen im Parktarif enthalten. Aus Deutschland ist auch Parken in Kehl plus Tram D eine bewährte Lösung.

Braucht man für Straßburg eine Umweltplakette?

Ja, wenn du mit dem Auto in die Stadt fährst: Straßburg hat eine Umweltzone, Pflicht ist die französische Crit'Air-Vignette. Bestelle sie ausschließlich auf der offiziellen Seite certificat-air.gouv.fr, sie kostet dort nur wenige Euro. Inoffizielle Shops verlangen ein Vielfaches. Wer am P+R außerhalb parkt oder in Kehl bleibt, umgeht das Thema.

Wie lange fährt man mit dem Zug nach Straßburg?

Aus Paris unter zwei Stunden mit dem TGV, aus Offenburg wenige Minuten bis Kehl und weiter mit der Tram. Auch aus Karlsruhe und Stuttgart gibt es schnelle Direktverbindungen. Der Bahnhof liegt zehn Gehminuten von der Altstadt, du brauchst also nicht einmal ein Anschlussticket.

Braucht man in Straßburg ein Nahverkehrsticket?

Für die Altstadt nicht, dort ist alles fußläufig. Ein Tram-Ticket lohnt für die Fahrt vom Bahnhof mit Gepäck, den Ausflug ins Europaviertel und die Rückfahrt nach Kehl. Tickets gibt es am Automaten und in der CTS-App, entwerte sie vor der Fahrt, Kontrollen sind häufig.