Auf einen Blick
- RegionElsass, Region Grand Est
- UNESCOGrande Île seit 1988, Neustadt seit 2017
- Ideale Dauer2 bis 3 Tage für die Highlights
- Beste ReisezeitApril bis Oktober, Advent für den Weihnachtsmarkt
- Anreise-KurzformÜber Kehl mit Tram D oder Zug, direkt an der deutschen Grenze
Die Top 13 Sehenswürdigkeiten in Straßburg
Die Reihenfolge ist eine ehrliche Rangliste für den ersten Besuch: Die Nummern 1 bis 5 sind Pflicht, 6 bis 10 füllen den zweiten Tag, der Rest ist Kür für alle, die länger bleiben. Zu den großen Zielen findest du eigene Detailseiten mit Besuchslogik, bester Zeit und Plan B.
1 Straßburger Münster
Das Straßburger Münster ist der Grund, warum viele überhaupt kommen, und es enttäuscht nicht. Der Turm aus rosa Vogesen-Sandstein ragt 142 Meter hoch, jahrhundertelang war kein Gebäude der Welt höher. Innen warten leuchtende Glasfenster und die berühmte astronomische Uhr, die mittags ihr Figurenspiel zeigt.
Plane den Besuch früh am Morgen oder am späten Nachmittag, dann ist das Hauptschiff angenehm leer. Wer gut zu Fuß ist, steigt die 332 Stufen zur Plattform hinauf: Der Blick reicht bei klarem Wetter bis zum Schwarzwald.
Tickets: Der Eintritt ins Münster ist frei. Für Plattform und astronomische Uhr gibt es separate Tickets, in den Ferien lohnt der Kauf am Vormittag.
2 La Petite France
Das frühere Gerberviertel ist die Postkartenseite Straßburgs: Fachwerkhäuser mit Blumenkästen, Kanäle, Schleusen und Kopfsteinpflaster. Petite France ist tagsüber voll, und zwar deutlich. Komm vor 9 Uhr oder nach dem Abendessen, dann hast du die Gassen fast für dich und das Licht ist besser.
Verpasse nicht die Rue du Bain-aux-Plantes mit der Maison des Tanneurs und den kleinen Platz Benjamin-Zix, das Herz des Viertels.
3 Ponts Couverts & Barrage Vauban
Am Westrand von Petite France stehen drei mittelalterliche Wehrtürme über den Flussarmen der Ill, die Ponts Couverts. Ihre hölzernen Dächer sind lange verschwunden, der Name blieb. Direkt dahinter liegt der Barrage Vauban, ein Stauwehr aus der Zeit Ludwigs XIV.
Der eigentliche Grund hinzugehen: Auf dem Dach des Barrage liegt eine kostenlose Panoramaterrasse mit dem besten Blick auf Türme, Kanäle und Münsterspitze. Perfekt zum Sonnenuntergang.
4 Grande Île & Place Kléber
Die gesamte Altstadtinsel ist seit 1988 UNESCO-Welterbe, und die Grande Île ist weniger ein einzelnes Ziel als die Bühne für alles andere. Ihr Mittelpunkt ist die Place Kléber mit der Aubette, deren Innenräume von 1928 zu den wichtigsten Werken der Avantgarde zählen.
Nimm dir Zeit für die Nebengassen zwischen Münster und Ill: Dort sitzt das echte Straßburg, mit Winstubs, Buchläden und Boulangerien.
5 Bootsfahrt auf der Ill
Die Batorama-Rundfahrt klingt touristisch, ist aber eine der besten Arten, die Stadt zu verstehen: Das Boot fährt durch Petite France, durch eine echte Schleuse und bis hinaus ins Europaviertel. Der Audioguide läuft auch auf Deutsch.
Gut eine Stunde, bequem, und bei Regen eine der wenigen Aktivitäten, die trotzdem funktionieren. Für Familien mit müden Kinderbeinen ohnehin die Rettung.
6 Palais Rohan
Direkt neben dem Münster steht das Palais Rohan, die frühere Residenz der Fürstbischöfe. Heute stecken drei Museen in einem Gebäude: Kunstgewerbe mit den Prunkräumen im Erdgeschoss, Gemäldegalerie darüber, Archäologie im Keller.
Wenn du nur eines schaffst, nimm die Prunkräume. Sie zeigen, wie viel französischer Hofglanz in dieser Grenzstadt steckte.
7 Europaviertel
Straßburg ist Sitz des Europäischen Parlaments, des Europarats und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Das Europaviertel im Nordosten zeigt eine ganz andere Stadt: Glas, Stahl und große Politik am Wasser.
Das Parlament lässt sich außerhalb der Sitzungswochen kostenlos besichtigen, Ausweis nicht vergessen. Kombiniere den Besuch mit dem Parc de l’Orangerie gleich nebenan.
8 Neustadt & Place de la République
Nördlich der Ill beginnt die Neustadt, das kaiserliche Viertel aus der deutschen Zeit nach 1871: breite Achsen, wuchtige Sandsteinbauten, dazwischen Jugendstilfassaden. Seit 2017 gehört sie mit zum Welterbe.
Der Place de la République mit Rheinpalast, Nationalbibliothek und Theater ist der beste Startpunkt. Wer Architektur mag, verliert hier locker zwei Stunden. Nimm auch das Palais Universitaire und die Alleen dahinter mit, dort zeigt die Gründerzeit ihre grüne Seite.
9 Église Saint-Thomas
Die protestantische Hauptkirche Straßburgs wird oft übersehen, dabei stehen hier zwei Schätze: das monumentale Grabmal des Marschalls Moritz von Sachsen und eine Silbermann-Orgel, auf der schon Mozart spielte.
Der Besuch kostet nichts und dauert eine halbe Stunde, ideal als ruhige Pause zwischen Münster und Petite France.
10 Musée Alsacien
In drei verwinkelten Altstadthäusern am Ill-Ufer zeigt das Musée Alsacien das alte Elsass: Bauernstuben, Trachten, Spielzeug, religiöse Volkskunst. Es ist klein, charmant und erklärt nebenbei, warum diese Region so eigen ist.
Perfekt für einen Regenvormittag und für alle, die nach dem Münster etwas Leises suchen.
11 Parc de l’Orangerie
Straßburgs ältester Park liegt gegenüber dem Europaviertel: See, Pavillon Joséphine, kleine Bootsstation und vor allem Störche. Sie nisten hier auf Dächern und Bäumen, im Frühsommer klappert es überall.
Mit Kindern ist die Orangerie die beste kostenlose Stunde der Stadt: Spielplätze, viel Wiese und im Sommer Ruderboote auf dem kleinen See.
12 Krutenau
Südöstlich der Altstadt liegt die Krutenau, früher Fischer- und Gärtnerviertel, heute Studenten- und Ausgehviertel. Keine großen Sehenswürdigkeiten, dafür Bars, kleine Restaurants und Läden abseits der Touristenpfade.
Komm am Abend zum Essen hierher, die Preise sind fairer als rund ums Münster. Tagsüber ist das Viertel angenehm ruhig, mit kleinen Galerien und Handwerksläden zwischen den Cafés. Mehr Adressen findest du im Guide Essen & Trinken in Straßburg.
13 Straßburger Weihnachtsmarkt
Von Ende November bis kurz vor Weihnachten verwandelt der Weihnachtsmarkt die ganze Insel: Er ist der älteste Frankreichs, verteilt sich über viele Plätze und ist ein eigenes Reiseziel. Hotels sind Monate vorher ausgebucht, plane entsprechend.
Außerhalb der Adventszeit bleibt davon nichts zu sehen, dafür gehört dir die Stadt dann fast allein.
Was du getrost auslassen kannst
Straßburg hat wenig echte Zeitfresser, aber ein paar Prioritäten helfen. Die Shopping-Achsen der Innenstadt sehen aus wie überall in Frankreich, dafür braucht niemand Urlaubszeit. Der Aufstieg auf die Münsterplattform ist verzichtbar, wenn enge Wendeltreppen nichts für dich sind: Die Terrasse des Barrage Vauban liefert ein starkes Panorama kostenlos und mit deutlich weniger Stufen. Und wer nur einen Tag hat, verschiebt Museen und Europaviertel guten Gewissens auf den nächsten Besuch. Die Stadt läuft nicht weg, sie liegt ja direkt hinter der Grenze.
Wie viel Zeit brauchst du?
An einem straffen Tag schaffst du Münster, Petite France, Ponts Couverts und eine Bootsfahrt. Mit zwei Tagen kommen Palais Rohan, Neustadt und das Europaviertel dazu, und du hast abends Zeit für eine Winstub. Der dritte Tag gehört dann einem Ausflug: Colmar und die Elsässer Weinstraße liegen direkt vor der Tür.
Spartipps für Straßburg
Vieles vom Besten ist frei: Münster, Petite France, Barrage Vauban, Saint-Thomas, Orangerie und das Parlament kosten keinen Cent. Die städtischen Museen sind am ersten Sonntag im Monat oft kostenlos, prüfe das aber jeweils aktuell. Wer Plattform, astronomische Uhr und Bootsfahrt plant, legt die Tickets auf den Vormittag, dann sind die Schlangen kurz und die Slots frei. Und iss mittags warm: Die Menüs der Winstubs sind zur Mittagszeit deutlich günstiger als abends, bei identischer Küche.
Tipp: Straßburg ist eine Fahrradstadt. Wenn du Neustadt und Europaviertel mitnehmen willst, leih dir ein Rad, die Wege am Wasser sind flach und schön. Ideen dazu findest du unter Aktivitäten in Straßburg.
Gut zu wissen: Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen auf oder direkt an der Grande Île. Vom Bahnhof läufst du in 10 Minuten hinein, ein Nahverkehrsticket brauchst du in der Altstadt praktisch nie. Wie die Anreise über Kehl funktioniert, steht im Guide Verkehr in Straßburg.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Straßburg?
Für die Highlights reichen zwei volle Tage: einer für Münster, Petite France und Altstadt, einer für Palais Rohan, Neustadt und Europaviertel. Mit einem dritten Tag kannst du Colmar oder die Weinstraße anhängen. Ein einzelner Tagesausflug funktioniert auch, dann konzentrierst du dich auf Münster, Petite France und eine Bootsfahrt.
Was ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Straßburg?
Das Münster, ohne Diskussion. Der Turm aus rosa Sandstein, die Glasfenster und die astronomische Uhr sind der Kern jedes Besuchs. Direkt danach kommt Petite France mit den Fachwerkhäusern am Wasser. Wer beides gesehen hat, kennt die zwei Gesichter der Stadt: gotische Größe und elsässische Gemütlichkeit.
Ist Straßburg an einem Tag machbar?
Ja, als Tagesausflug aus Deutschland sogar sehr gut. Münster, Petite France, Ponts Couverts und eine Bootsfahrt passen in einen Tag, weil alles nah beieinander liegt. Du verpasst dann allerdings die Abendstimmung in den Winstubs und die ruhigeren Ecken wie Neustadt und Krutenau.
Welche Sehenswürdigkeiten in Straßburg sind kostenlos?
Eine ganze Menge: das Münster selbst, Petite France, die Panoramaterrasse auf dem Barrage Vauban, die Kirche Saint-Thomas, der Parc de l'Orangerie und das gesamte UNESCO-Ensemble aus Altstadt und Neustadt. Auch das Europäische Parlament lässt sich kostenlos besichtigen. Bezahlt wird vor allem für Plattform, Museen und Bootsfahrt.
Lohnt sich Straßburg auch außerhalb der Weihnachtszeit?
Unbedingt. Der Weihnachtsmarkt ist berühmt, aber auch die vollste und teuerste Zeit des Jahres. Im Frühling und Sommer blühen die Blumenkästen in Petite France, die Terrassen sind voll und die Bootsfahrten schöner. Wer die Stadt in Ruhe sehen will, kommt unter der Woche zwischen April und Oktober.






