Auf einen Blick
- Umfang25 Highlights in allen Landesteilen
- MixStädte, Dörfer, Natur und Küste
- Beste ReisezeitMai, Juni und September
- PlanungEine Region pro Reise, nicht alles auf einmal
Städte und Wahrzeichen
Diese zehn Orte sind das Rückgrat jeder Frankreich-Reise: die Bauwerke und Stadtbilder, die du aus tausend Bildern kennst und die in echt trotzdem größer wirken. Alle sind gut erschlossen, entsprechend wichtig sind Zeitslots, frühe Uhrzeiten und ein Plan B.
1 Eiffelturm, Paris
Das Wahrzeichen schlechthin, und ja: Er ist auch beim zehnten Besuch beeindruckend, vor allem abends, wenn er zu jeder vollen Stunde glitzert. Tickets für die Spitze sind in den Ferien Wochen vorher weg, buche zuerst den Zeitslot. Alle Tricks stehen im Guide zum Eiffelturm, den Rest der Stadt findest du im Paris-Guide.
2 Schloss Versailles
Der Spiegelsaal, die endlosen Gärten, das Trianon: Versailles ist der Maßstab, an dem sich alle Schlösser Europas messen lassen müssen. Als Tagesausflug mit der RER C ab Paris gut machbar, wenn du früh startest. Wie der Besuch praktisch abläuft, steht im Guide zu Schloss Versailles.
3 Mont-Saint-Michel
Ein Klosterberg, der bei Flut zur Insel wird: Der Mont-Saint-Michel ist einer der eindrucksvollsten Orte Europas. Tagsüber schieben sich Massen durch die eine Gasse, deshalb lohnt die Übernachtung in der Nähe: früh morgens und abends hast du den Berg fast für dich.
4 Schlösser der Loire
Chambord mit seiner berühmten Doppeltreppe, Chenonceau über dem Fluss, dazu Dutzende kleinere Anlagen zwischen Weinbergen: Das Loiretal ist ein einziges Freilichtmuseum der Renaissance. Welche Schlösser du priorisieren solltest, klärt der Guide zu den Loire-Schlössern.
5 Straßburger Münster und Petite France
Das rosafarbene Münster war jahrhundertelang das höchste Gebäude der Welt, und ein paar Gassen weiter spiegelt sich Fachwerk in den Kanälen der Petite France. Für Deutsche das nächstgelegene Highlight dieser Liste, alle Details im Straßburg-Guide.
6 Cité von Carcassonne
Eine komplett erhaltene mittelalterliche Festungsstadt mit 52 Türmen und doppeltem Mauerring, UNESCO-Welterbe und Kulisse unzähliger Filme. Am schönsten abends, wenn die Tagesgäste weg sind und die Mauern angestrahlt werden. Mehr im Guide zu Carcassonne.
7 Papstpalast, Avignon
Im 14. Jahrhundert regierten die Päpste nicht in Rom, sondern hier: Der gotische Papstpalast von Avignon ist eine Trutzburg von gewaltigen Ausmaßen, davor liegt die berühmte halbe Brücke über die Rhône. Ideal kombinierbar mit der Provence und dem Pont du Gard.
8 Vieux Lyon und die Traboules
Europas größtes Renaissanceviertel durchziehen versteckte Gänge, die Traboules, durch die du von Hof zu Hof schlüpfst. Danach in einem Bouchon einkehren, deftiger geht französische Küche nicht. Einstieg über den Guide zu Vieux Lyon und den Lyon-Guide.
9 Nizza und die Promenade des Anglais
Sieben Kilometer Meerblick, Belle-Époque-Hotels und das Gassengewirr von Vieux Nice: Nizza ist die eleganteste Art, Mittelmeer und Stadtleben zu verbinden. Von hier erreichst du Monaco, Èze und Antibes in Minuten mit dem Küstenzug.
10 Bordeaux und der Miroir d’eau
Vor der Place de la Bourse spiegelt sich die schönste Fassadenzeile Frankreichs im flachen Wasserbecken, dahinter wartet die Weinmetropole mit der Cité du Vin und Saint-Émilion vor der Tür. Was du in zwei Tagen schaffst, steht im Bordeaux-Guide.
Dörfer und Kleinstädte
Frankreichs Dörfer sind eine eigene Reisegattung: Viele tragen offiziell das Siegel der schönsten Dörfer des Landes, fast alle sind klein genug für zwei Stunden und schön genug für einen ganzen Tag. Die Kunst ist das Timing, denn die berühmten Namen sind mittags voll und morgens leer.
11 Colmar
Klein-Venedig, Fachwerk in Bonbonfarben, Weinstuben: Colmar ist das Elsass in seiner konzentriertesten Form. Entsprechend voll wird es zur Weihnachtszeit und an Sommerwochenenden, komm unter der Woche oder gleich morgens.
12 Èze
Ein Adlernest hoch über der Côte d’Azur: Das Bergdorf Èze stapelt sich auf einem Felskegel, oben wartet ein exotischer Garten mit einem der besten Küstenblicke Südfrankreichs. Ab Nizza schnell erreichbar, der Abstieg über den Nietzsche-Pfad ist ein Erlebnis.
13 Gordes
Das berühmteste Dorf des Luberon klebt an einem Felshang, aus dem Tal betrachtet wirkt es wie gemalt. In der Nähe liegen die Abtei Sénanque samt Lavendelfeld und das Ockerdorf Roussillon. Mehr im Guide zu Gordes.
14 Saint-Paul-de-Vence
Das Künstlerdorf über der Côte d’Azur zog Chagall, Picasso und Matisse an, heute reihen sich Galerien an mittelalterliche Mauern. Trotz des Rummels sehr sehenswert, vor allem früh am Morgen. Details im Guide zu Saint-Paul-de-Vence.
15 Rocamadour
Ein Wallfahrtsort, der senkrecht an einer Schluchtwand klebt: Kirchen, Kapellen und Häuser stapeln sich über 150 Höhenmeter übereinander. Der erste Blick vom Aussichtspunkt L’Hospitalet ist einer der großen Wow-Momente Frankreichs. Mehr im Guide zu Rocamadour.
16 Honfleur
Der alte Hafen mit seinen schmalen Schieferfassaden inspirierte die Impressionisten, heute ist Honfleur der schönste Hafenort der Normandie. Perfekt kombinierbar mit Étretat und Deauville, unter der Woche deutlich ruhiger.
17 Saint-Malo
Die Korsarenstadt hinter mächtigen Granitmauern: Bei Ebbe läufst du zu vorgelagerten Inselchen, bei Springflut krachen die Wellen über die Stadtmauer. Saint-Malo ist der ideale Startpunkt für die Bretagne und liegt nur eine Stunde vom Mont-Saint-Michel entfernt.
18 Annecy
Kanäle mit glasklarem Gebirgswasser, Blumenkästen, dahinter Berge und einer der saubersten Seen Europas: Annecy ist im Sommer ein Traum aus Altstadtbummel und Badepause. Die Radtour um den See gehört dazu.
Natur und Küste
Zum Schluss die Orte, an denen Frankreich ganz ohne Architektur beeindruckt: Steilküsten, Schluchten, Dünen und Gipfel. Hier zahlt sich ein Auto aus, und bei fast allen gilt: Wetterfenster prüfen, Wasser einpacken, früh starten.
19 Kreidefelsen von Étretat
Weiße Felsbögen, die wie Elefantenrüssel ins Meer greifen: Die Küste von Étretat ist das Naturwunder der Normandie. Lauf beide Klippenwege, erst die Falaise d’Aval, dann die Amont-Seite, und meide sonnige Sonntage, wenn halb Paris anreist.
20 Calanques bei Marseille
Zwischen Marseille und Cassis schneiden sich fjordartige Buchten mit türkisem Wasser in weiße Kalkwände, geschützt als Nationalpark. Zu Fuß, per Kajak oder Boot erreichbar, im Hochsommer teils gesperrt bei Waldbrandgefahr. Alles Wichtige im Guide zu den Calanques.
21 Gorges du Verdon
Der „Grand Canyon Europas“: Bis zu 700 Meter tief hat sich der Verdon in den Kalk der Provence gegraben, unten leuchtet der Fluss grün, oben kurvt die Panoramastraße von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Mit Tretboot oder Kajak vom Lac de Sainte-Croix aus erlebst du die Schlucht von unten.
22 Lavendelfelder der Provence
Ende Juni bis Mitte Juli färben sich die Hochebenen von Valensole und Sault tiefblau, dazu Zikaden und Bienensummen: Kitsch, der einfach wahr ist. Blühkalender, Routen und Fotoregeln stehen im Guide zu den Lavendelfeldern der Provence.
23 Dune du Pilat
Europas höchste Wanderdüne schiebt sich am Becken von Arcachon über 100 Meter in die Höhe, auf der einen Seite Atlantik und Austernbänke, auf der anderen ein Pinienmeer. Der Aufstieg ist schweißtreibend, der Blick unvergesslich. Mehr Küste findest du an der Atlantikküste.
24 Aiguille du Midi, Chamonix
Mit der Seilbahn ab Chamonix schwebst du auf 3.842 Meter und stehst dem Mont Blanc direkt gegenüber, Gletscher und Viertausender zum Greifen nah. Nur bei klarem Wetter buchen, oben ist es auch im Sommer eisig.
25 Bonifacio, Korsika
Eine Stadt auf weißen Kreidefelsen, die das Meer von unten aushöhlt: Bonifacio an der Südspitze Korsikas ist der spektakulärste Stadtanblick Frankreichs. Die Bootstour zu den Grotten und der Blick von der Treppe des Königs von Aragon sind Pflicht.
Tipp: Versuche nicht, alle 25 Orte in einem Urlaub abzuhaken. Frankreich ist groß, die Distanzen sind lang, und ein Highlight pro Tag plus Zeit zum Treibenlassen ist die deutlich bessere Reise. Nimm dir eine Region vor und hebe den Rest für das nächste Mal auf.
So kombinierst du die Highlights zu Routen
Die Highlights ballen sich in vier Ecken des Landes. Im Norden verbindest du Paris und Versailles mit Étretat, Honfleur, Mont-Saint-Michel und Saint-Malo, am besten als Normandie-Rundreise. Im Osten liegen Straßburg und Colmar an der Elsässer Weinstraße nur eine halbe Stunde auseinander.
Im Süden reihen sich Avignon, Gordes, Lavendel, Verdon, Calanques, Nizza und Èze zu einer klassischen Provence-Rundreise mit Küstenfinale. Und im Südwesten bilden Bordeaux, die Dune du Pilat, Rocamadour und Carcassonne die Eckpunkte eines großartigen Südfrankreich-Roadtrips. Wer lieber Dörfer als Städte mag, findet Nachschub bei den schönsten Dörfern Frankreichs.
Noch ein Wort zur Erwartung: Diese Liste ist bewusst subjektiv und unvollständig, Frankreich hätte locker Stoff für 100 Einträge. Wenn dich eine Region gepackt hat, findest du in den jeweiligen Guides genug Nachschub für viele weitere Reisen, von den Städten am Meer bis zu den Dörfern abseits der Klassiker.
Häufige Fragen
Wie viele Highlights schaffe ich in zwei Wochen?
Realistisch sechs bis acht, wenn du eine Region bereist und nicht quer durchs Land hetzt. Zwei Wochen Süden ergeben zum Beispiel Avignon, Gordes, Lavendel, Verdon, Calanques, Nizza und Èze in entspanntem Tempo. Wer Paris einbaut, sollte allein dafür drei bis vier Tage rechnen.
Was ist das schönste Highlight in Frankreich?
Wenn es nur eines sein darf: der Mont-Saint-Michel, früh morgens, bevor die Busse kommen, wenn der Berg im Dunst über dem Watt schwebt. Dicht dahinter folgen für uns die Calanques und Bonifacio. Aber ehrlich: Die Antwort hängt stark davon ab, ob dein Herz für Städte, Küste oder Berge schlägt.
Wann ist die beste Reisezeit für die Frankreich-Highlights?
Mai, Juni und September: warm, aber ohne Hochsommerhitze und Ferienmassen. Die Lavendelblüte erlebst du nur von Ende Juni bis Mitte Juli in voller Pracht. Der August ist überall voll und im Süden sehr heiß, dafür haben Weihnachtsfans im Elsass ihre eigene beste Reisezeit im Advent.
Brauche ich ein Auto, um die Highlights zu sehen?
Für die Städte nicht: Paris, Straßburg, Lyon, Nizza, Bordeaux und Marseille erreichst du bequem per TGV. Dörfer, Lavendelfelder, Verdon, Dune du Pilat und die Loire-Schlösser sind ohne Auto dagegen mühsam bis unmöglich. Die beste Formel: Städte mit der Bahn, für die Landpartien vor Ort ein Auto nehmen.
Welche Highlights sind am vollsten und wie entgehe ich den Massen?
Mont-Saint-Michel, Étretat, Colmar, Gordes und der Eiffelturm gehören zu den vollsten Orten des Landes. Die Gegenmittel sind immer dieselben: übernachte vor Ort statt als Tagesgast zu kommen, sei vor 9 Uhr da oder nach 18 Uhr, meide Wochenenden und die französischen Schulferien.