Auf einen Blick
- RegionÎle-de-France
- Aufbau20 Arrondissements, spiralförmig nummeriert
- Empfohlene Dauer3 bis 5 Tage
- Beste ReisezeitMai, Juni und September
- AnreiseTGV und ICE bis Gare de l'Est oder Gare du Nord
- UNESCODie Seine-Ufer sind Welterbe
Warum Paris?
Weil kaum eine Stadt so viel Weltklasse auf so wenig Fläche packt. Louvre, Eiffelturm, Notre-Dame und Sacré-Cœur liegen nur wenige Metro-Stationen auseinander. Dazwischen liegt das eigentliche Paris: Boulangerien, Cafés mit Korbstühlen, Bouquinisten an der Seine, Märkte in Seitenstraßen.
Der Reiz ist die Kombination. Du kannst morgens im Louvre stehen, mittags im Marais essen und abends vom Eiffelturm über die Stadt schauen. Paris belohnt aber auch alle, die einfach nur laufen. Die besten Momente passieren oft zwischen den Sehenswürdigkeiten: der Blick von einer Brücke im Abendlicht, der Markt in einer Seitenstraße, das Croissant an der Theke einer Bäckerei, in der sonst nur Nachbarn stehen.
Anreise: der Zug schlägt das Flugzeug
Aus weiten Teilen Deutschlands ist der Zug die entspannteste Anreise: TGV und ICE fahren direkt bis Gare de l’Est, aus Richtung Brüssel kommst du am Gare du Nord an. Beide Bahnhöfe liegen mitten in der Stadt, du steigst aus und stehst nach zwei Metro-Stationen am Hotel. Wie das französische Bahnsystem tickt, erklärt unser Guide Mit dem Zug durch Frankreich. Fliegst du, landest du auf CDG oder Orly. Beide Flughäfen sind gut angebunden, die Details stehen im Verkehrs-Guide. Ein eigenes Auto lässt du am besten zu Hause: Parken ist teuer, die Innenstadt eng, und für die Umweltzone brauchst du ohnehin eine Crit’Air-Vignette.
Orientierung: die Arrondissements verstehen
Paris ist in 20 Arrondissements aufgeteilt, die sich wie ein Schneckenhaus im Uhrzeigersinn um die Mitte drehen. Das 1. Arrondissement liegt am Louvre, das 20. am östlichen Rand. Die Nummer steht auf jedem Straßenschild, und auch die Postleitzahl verrät sie: 75004 heißt 4. Arrondissement.
Die Seine teilt die Stadt in zwei Hälften. Nördlich liegt die Rive Droite mit Louvre, Marais, Oper und Montmartre. Südlich liegt die Rive Gauche mit dem Quartier Latin, Saint-Germain und dem Eiffelturm. Für die erste Reise reicht eine Faustregel: In den Arrondissements 1 bis 8 liegen fast alle großen Sehenswürdigkeiten, ab der zweistelligen Nummer wird es wohnlicher und günstiger.
Ein paar Viertel-Charaktere zur Orientierung: Das Marais (3. und 4.) ist historisch und lebendig, Saint-Germain (6.) elegant, das Quartier Latin (5.) studentisch, Montmartre (18.) dörflich auf dem Hügel, das 11. jung und ausgehfreudig. Rund um die Champs-Élysées (8.) wird geshoppt und repräsentiert, gewohnt eher nicht.
Gut zu wissen: Wie du die Nummern im Alltag nutzt und in welchem Viertel du am besten wohnst, steht in unseren Insider-Tipps und im Hotel-Guide.
Die drei großen Museen
Drei Häuser stehen über allem. Der Louvre ist das größte Museum der Welt und braucht einen Plan, sonst verläufst du dich zwischen Mona Lisa und Antikensammlung. Das Musée d’Orsay im alten Bahnhof zeigt die Impressionisten und ist für viele der schönere Besuch. Das Centre Pompidou steht für moderne Kunst in einem Gebäude, das selbst ein Ausrufezeichen ist.
Plane pro Haus einen halben Tag und nimm dir nicht mehr als ein großes Museum pro Tag vor. Buche Zeitfenster vorab, das erspart dir die längste Schlange. Ob sich der Museumspass für dich rechnet, hängt von deinem Tempo ab, die ehrliche Rechnung dazu findest du im City-Pass-Guide.
Die Seine gehört ins Programm
Das Seine-Ufer ist UNESCO-Welterbe und die schönste Verbindung zwischen den Sehenswürdigkeiten. Auf den beiden Inseln in der Flussmitte stehen Notre-Dame und die Sainte-Chapelle. Eine Bootsfahrt am Abend, wenn die Brücken beleuchtet sind, ist trotz aller Touristen einer der besten Klassiker der Stadt. Tagsüber tut es auch die günstige Variante: einfach am Ufer entlanglaufen, von der Pont Neuf bis zum Eiffelturm, vorbei an Bouquinisten, Hausbooten und den schönsten Brücken Europas.
Wie viele Tage brauchst du?
Drei volle Tage sind das Minimum, mit dem sich Paris gut anfühlt: ein Tag für die Inseln und das Marais, ein Tag für den Louvre und die Rive Gauche, ein Tag für Eiffelturm, Champs-Élysées und Montmartre. Mit vier bis fünf Tagen bekommst du Luft für Museen ohne Hetze und einen Ausflug nach Versailles.
Ein Wochenende funktioniert auch, wenn du Prioritäten setzt. Nimm dir dann höchstens ein großes Museum vor und lauf den Rest. Unsere Übersicht der Sehenswürdigkeiten hilft beim Aussieben.
Beste Reisezeit in Kürze
Mai, Juni und September sind ideal: mild, lange Abende, alles geöffnet. Juli und August sind voll und oft heiß, dafür ist die Stadt im August spürbar leerer, weil viele Pariser verreisen. Der Winter punktet mit leeren Museen und niedrigeren Hotelpreisen, wird aber früh dunkel. Regen ist das ganze Jahr möglich, ein Museumstag als Reserve schadet nie. Meide, wenn du kannst, die großen Messewochen und Modewochen: Dann verdoppeln sich die Hotelpreise, ohne dass du davon etwas hast.
Typische Fehler beim ersten Besuch
Fehler eins: zu viel Programm. Sechs Sehenswürdigkeiten an einem Tag quer über die Stadt sind machbar, aber danach hast du Paris abgehakt statt erlebt. Besser ein Viertel pro Halbtag. Fehler zwei: zu spät buchen. Zeitfenster für Eiffelturm, Louvre und Versailles sind in den Ferien Wochen vorher weg, buche erst die Slots, dann den Rest. Fehler drei: direkt an den Hotspots essen. Zwei Querstraßen Abstand verbessern fast jede Mahlzeit. Und Fehler vier: alles mit der Metro fahren. Viele Wege sind zu Fuß kürzer und schöner, als der U-Bahn-Plan glauben lässt.
Was kostet Paris? Ehrlich: viel
Paris gehört zu den teuersten Städten Europas, vor allem beim Hotel. Es gibt aber Stellschrauben: ein Zimmer im 11. Arrondissement statt in Saint-Germain, das Mittagsmenü statt der Abendkarte, Picknick statt Restaurant am zweiten Abend, Metro statt Taxi. Vieles kostet gar nichts: Kirchen, Parks, Märkte, das Seine-Ufer. Wie du bei Museen sparst, rechnet der City-Pass-Guide durch, die Spartricks fürs Essen stehen im Guide Essen & Trinken.
Metro und Taschendiebe
Die Metro ist dicht getaktet, schnell und der mit Abstand beste Weg durch die Stadt. Alles Wichtige dazu steht im Verkehrs-Guide. Und ein ehrliches Wort zu Taschendieben: Es gibt sie, und sie arbeiten genau dort, wo Touristen sind, also am Eiffelturm, an der Sacré-Cœur und in der Metro. Mit der Wertsachen-Tasche vorn am Körper und gesundem Misstrauen gegenüber Unterschriftenlisten und „gefundenen“ Goldringen bist du gut geschützt. Mehr dazu unter Sicher unterwegs in Paris.
Alle Paris-Guides im Überblick
Die großen Klassiker:
- Alle Sehenswürdigkeiten im Überblick
- Eiffelturm, Notre-Dame und Sainte-Chapelle
- Louvre, Musée d’Orsay und Centre Pompidou
- Sacré-Cœur & Montmartre, Arc de Triomphe und Champs-Élysées
Mehr Sehenswürdigkeiten und Viertel:
- Panthéon, Invalidendom und Opéra Garnier
- Jardin du Luxembourg und Jardin des Tuileries
- Le Marais und Quartier Latin
- Seine-Bootsfahrt und Katakomben
- Ausflüge: Schloss Versailles und Disneyland Paris
Praktische Guides:
Klima und Anreise auf einen Blick
- Wärmster MonatJuli, 25 °C
- Kühlster MonatJanuar, 2 °C
- Trockenster MonatJuli
- Höhe42 m
Temperatur Tag und Nacht, in Grad Celsius
Regen Millimeter und Regentage pro Monat
Entfernung ab deutschen Flughäfen
| Ab | Entfernung | Flugzeit ca. |
|---|---|---|
| Köln/Bonn (CGN) | 410 km | 1 Std. 5 Min. |
| Düsseldorf (DUS) | 416 km | 1 Std. 5 Min. |
| Frankfurt (FRA) | 468 km | 1 Std. 10 Min. |
| Stuttgart (STR) | 504 km | 1 Std. 15 Min. |
| München (MUC) | 696 km | 1 Std. 25 Min. |
| Hamburg (HAM) | 751 km | 1 Std. 30 Min. |
| Berlin (BER) | 877 km | 1 Std. 40 Min. |
Monatswerte sind Durchschnitte der Jahre 2015 bis 2024, berechnet aus der ERA5-Reanalyse von Copernicus, bereitgestellt über Open-Meteo (CC BY 4.0). Die aktuelle Temperatur liefert das Meteorologische Institut Norwegen (CC BY 4.0). Die Flugzeit ist aus der Luftlinie geschätzt und setzt einen Direktflug voraus, nicht von jedem Flughafen gibt es eine direkte Verbindung.
Städte in der Nähe
| Stadt | Entfernung | Mit dem Auto etwa |
|---|---|---|
| Fontainebleau | 56 km | 70 km, 0 Std. 45 Min. |
| Giverny | 65 km | 80 km, 1 Std. 0 Min. |
| Chartres | 78 km | 100 km, 1 Std. 0 Min. |
| Orléans | 111 km | 140 km, 1 Std. 30 Min. |
| Rouen | 112 km | 140 km, 1 Std. 30 Min. |
| Amiens | 116 km | 150 km, 1 Std. 45 Min. |
Entfernungen sind Luftlinie, die Fahrzeit ist aus der Straßenentfernung geschätzt und hängt von Route und Verkehr ab.
Sehenswürdigkeiten im Detail
- Eiffelturm: Tickets, Tipps & beste Aussicht
- Louvre: Tickets & Rundgang
- Notre-Dame de Paris
- Sacré-Cœur & Montmartre
- Arc de Triomphe
- Champs-Élysées
- Musée d’Orsay
- Centre Pompidou
- Sainte-Chapelle
- Panthéon
- Jardin du Luxembourg
- Seine-Bootsfahrt
- Le Marais
- Quartier Latin
- Katakomben von Paris
- Opéra Garnier
- Jardin des Tuileries
- Invalidendom & Armeemuseum
- Schloss Versailles: Ausflug ab Paris
- Disneyland Paris: Tipps für den Besuch
Praktische Infos
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Paris?
Drei volle Tage sind das sinnvolle Minimum: einer für die Seine-Inseln und das Marais, einer für den Louvre und die Rive Gauche, einer für Eiffelturm und Montmartre. Mit vier bis fünf Tagen kannst du Museen ohne Hetze ansehen und einen Ausflug nach Versailles einplanen. Auch ein Wochenende lohnt sich, wenn du dich auf ein Museum und viel Zufußgehen beschränkst.
Wann ist die beste Reisezeit für Paris?
Mai, Juni und September bieten die beste Mischung aus mildem Wetter, langen Abenden und erträglichem Andrang. Der August ist paradox: viele Touristen an den Sehenswürdigkeiten, aber eine insgesamt leerere Stadt, weil viele Pariser im Urlaub sind. Der Winter ist die günstigste und leerste Zeit, dafür wird es früh dunkel.
Ist Paris teuer?
Ja, vor allem Hotels und Restaurants im Zentrum liegen deutlich über deutschem Niveau. Du kannst aber gut gegensteuern: Übernachte im 11. Arrondissement, iss mittags das feste Menü statt abends à la carte und nutze die Metro. Parks, Kirchen, Märkte und das Seine-Ufer kosten nichts und gehören zu den schönsten Seiten der Stadt.
Ist Paris sicher?
Paris ist für eine Millionenstadt sicher, das reale Ärgernis sind Taschendiebe und Trickbetrüger an den Touristen-Hotspots und in der Metro. Trage Wertsachen vorn am Körper, ignoriere Unterschriftenlisten und Hütchenspiele und meide nachts leere Bahnhofsumgebungen. Mit dieser Grundvorsicht passiert den allermeisten Besuchern nichts.
Lohnt sich Paris mit Kindern?
Ja, wenn du das Programm anpasst. Klettern auf dem Eiffelturm, Bootfahren auf der Seine, Segelboote im Jardin du Luxembourg und ein Tag im Disneyland Paris funktionieren besser als drei Stunden Louvre. Die Metro ist mit Kinderwagen allerdings mühsam, viele Stationen haben nur Treppen.